Archiv für Februar 2010

Immer mehr Eltern melden ihr Kind an einer Gesamtschule an

Presseerklärung des Landeselternrats der Gesamtschulen NW e.V. (LER), Düsseldorf, 26.02.2010:

Längeres gemeinsames Lernen im Trend – Neue Anmeldezahlen und die Fragwürdigkeit der Schulformempfehlungen

Im Jahr 2010 wurden 25,0 % der Viertklässler an eine Gesamtschule angemeldet. Seit dem Jahr 2000 ist die Quote von damals 19,8 % um mehr als ein Viertel gestiegen. (mehr…)

Erfahrungsbericht

anonymer Beitrag

„Wir hatten an unserer Schule viele gute Lehrer, aber Einer ist mir besonders aufgefallen. Das war mein Deutschlehrer. Er hat selbst sein Abitur auf dem zweiten Bildungsweg nachgeholt. (mehr…)

Neue Chefin der Antidiskriminierungsstelle macht Bildung zum Schwerpunkt

Die neue Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Christine Lüders, will „ein besonderes Augenmerk“ auf den Bildungsbereich legen: „Wenn Bildung, wie immer wieder zu Recht betont wird, der Schlüssel zur Integration ist, dann baut zum Beispiel ethnische Diskriminierung schon an der Schule Aufstiegshürden auf, die zuallererst eingerissen werden müssen.“ (mehr…)

Stipendienentwurf – Call for Meinung

Die Bundesregierung hat einen Gesetzesentwurf zum Stipendienprogramm vorgelegt. Die HIS-Studie vom vergangenen Jahr hatte festgestellt, dass Studierende mit einer sog. „niedrigen sozialen Herkunft“ prozentual sehr viel seltener Stipendien erhalten als ihre Mitstudierenden. Wird der Gesetzesentwurf der eigenen Willensbekundung gerecht, in der es heißt: (mehr…)

Who cares? Queer-feminismus und Ökonomiekritik

4. bis 6. März 2010 in Berlin.
„Wir freuen uns, Euch mit einem 24- teiligen Programm zu unserem Diskussions- und Vernetzungsevent in die Werkstatt der Kulturen und in den Jugendclub Manege einzuladen. Dieses Programm ist das Ergebnis eines längeren Prozesses queer-feministischer und ökonomiekritischer Auseinandersetzungen auf dem Stand heutiger akademischer und aktivistischer Debatten und hoffentlich über diese hinaus. (mehr…)

Dekadent: Arbeiterkinder-Schmaus

Dekadenter Arbeiterkinderschmaus
Einmal monatlich lädt das Referat für studierende Arbeiterkinder der Studierendenvertretung der Uni Münster ein zum Stammtisch. Neben einem inhaltlichen und kulinarischen Input besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen, zu diskutieren und sich kennen zu lernen. Am Dienstag, den 02.03. wird die These Westerwelles diskutiert, dass „Schulen für alle“ dekadent seien. Das Treffen findet ab 19.00 in der Frauenstraße 24, Münster, statt.

Higher Education reloaded – Hochschulkongress der ÖH

Momentan (19.-21.02.2010) veranstaltet die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) einen Hochschulkongress. Am Samstag und Sonntag stehen Soziale Selektion und Chancengleichheit genauso im Programm wie Lehrerausbildung, Studienwahl und Hochschulzugang. Zahlreiche Bildungsexpert_innen leiten die Workshops für interessierte Studierende. Über einen Videolivestream lassen sich Beiträge verfolgen. Higher Education reloaded – Hochschulkongress Wien 2010

Private Schulen

Von Carl
Darf ich mal ein Thema vorschlagen, über das ihr auch noch schreiben könntet? Private Schulen! Man wird von den Medien mit Artikeln überschwemmt, die die Vorzüge dieser Schulen preisen. Das hat doch System! (mehr…)

Bachelor-Studie: Auswertung nach Fragen Sozialer Selektivität

Von Andreas Kemper
Im Folgenden werden unkommentiert die Abschnitte der Studie

Tino Bargel / Frank Multrus / Michael Ramm / Holger Bargel: „Bachelor-Studierende. Erfahrungen in Studium und Lehre. Eine Zwischenbilanz“, herausgegeben vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Bonn/Berlin 2009

zitiert, die sich mit der Problematik sozialer Selektivität befassen: (mehr…)

Nachhilfe – unfairer Ausgleich für fehlende Förderung

„Ausgaben für Nachhilfe – teurer und unfairer Ausgleich für fehlende individuelle Förderung“ ist der Titel einer Studie von Klaus und Annemarie Klemm im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung. Klaus Klemm sieht in den sehr hohen Ausgaben eine schwindende Chancengleichheit: „Finanzstarke Eltern können sich Nachhilfe leisten, finanzschwache möglicherweise nicht“ (mehr…)

Bachelor-Studium: Studierende beklagen Arbeitsbedingungen

Das Ergebnis einer Studie der Hochschule Konstanz im Auftrag des BMBF: Viele Studierende beklagen die Arbeitsbedingungen an ihren Hochschulen. Bemängelt werden neben eine zu große Stofffülle, organisatorische Probleme und zu wenig Betreuung durch Dozent_innen im System der Bachelor-Studiengänge. Die Studierenden wünschen sich mehr Rückmeldungen über ihre Leistungen von den Professor_innen, 68 Prozent haben selten oder nie Kontakt zu ihren Dozent_innen. (mehr…)

„Dekadenz“ erweitert die aktuelle Sozialeugenik-Debatte

Zur Dekadenz der Einheitsschule

Westerwelle wurde für die Verwendung des Wortpaares „spätrömische Dekadenz“ im Zusammenhang mit der Debatte um ALG-II-Bezüge scharf verurteilt.

Er zog daraufhin jedoch nicht den Gebrauch der Wortes „Dekadenz“ zurück. Vielmehr präzisierte er dessen Verwendung in einem Interview mit dem Deutschlandfunk. Bereits im Artikel für die Welt-Online bezog Westerwelle „Dekadenz“ nicht nur auf ALG-II-Bezüge, sondern auch auf die Bildungspolitik:

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Erfahrungsbericht

Carl hatte im „Kinder-Armut-Forum“ um Erfahrungsberichte gebeten:
„Ich denke der Hauptteil der Schüler kommt aus der Mittelschicht. Darauf wird es wohl ausgelegt sein. Mir raucht manchmal die Birne, bei den Rechnungen. Schulbeginn, was denen alles einfällt. Wir zahlen in Österreich Selbstbehalt bei Schülerfreifahrt, Zusatzmarke, Elternverein, Bastelgeld, Michgeld, Kopiergeld……usw.usw….Das ist puh. (mehr…)

Aufgeschnappt

Gudio Westerwelle verdeutlicht seinen „Dekadenz-Vorwurf“, es geht ihm um die Gymnasiumsplätze: Guido Westerwelle im Gespräch mit Sabine Adler, 14.02.2010
„… für mich ist die beste Sozialpolitik immer noch die Bildungspolitik, und da haben wir in Deutschland mittlerweile geradezu dekadente Erscheinungen. Dass hier in Berlin demnächst die Gymnasiumsplätze nicht mehr nach Noten oder nach Leistung oder nach Bewertung vergeben werden sollen, sondern zu fast einem Drittel, wenn Mangel da ist, per Losverfahren, ist ein himmelschreiender Skandal gegen die junge Generation. Und wenn ich mir die Einheitsschule in Hamburg ansehe, wenn ich mir ansehe, dass die Eltern nicht mehr die Schulform wählen können, nicht mehr wählen sollen die Schulform für ihre Kinder, dann ist das ein Skandal. Wenn man die Kinder so schlecht behandelt, wenn man Losverfahren einführt für Schulplätze, dann sind das Erscheinungen, die man nur noch als dekadent bezeichnen kann.“

Erfahrungsbericht

Hier ein Erfahrungsbericht von der Seite „Kinder-Armut-Forum“
„Mein Großer wohnt in einer WG, deshalb wird sein Bafög nicht angerechnet. Dazu hat er noch Unterhalt von seinem Vater, das Kindergeld und manchmal jobbt er….für die Studiengebühren mußte er ein Darlehen aufnehmen. (mehr…)




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