Dishwasher Nummer 2

Fürs nächste Semester ist auch der nächste Dishwasher geplant! Dabei wollten wir von euch wissen, was ihr als liebstes im Fokus sehen würdet? Welchem Thema soll sich die nächste Ausgabe widmen? Sobald wir uns redaktionell ein Vorhaben rausgesucht haben, werden wir euch informieren und dann auch Artikelvorschläge annehmen bzw. eingereichte Beiträge veröffentlichen.

Um die Diskussion zu beginnen vielleicht ein Vorschlag von unserer Seite: diskriminierte Diskriminierung? Welche Gemeinsamkeiten, welche Unterschiede zeigen sich bei Diskriminierungen auf Grund von Geschlecht, Ethnie und Klasse bzw. deren Anerkennung in der Gesellschaft?

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8 Antworten auf „Dishwasher Nummer 2“


  1. 1 calimero 03. Februar 2010 um 23:15 Uhr

    Keine Ahnung, ob es genug Stoff für eine komplette Ausgabe hergibt, aber mich würde interessieren, inwiefern die positive Diskriminierung helfen könnte.

    Den Vorschlag finde ich sonst gut und interessant.

  2. 2 Carl 04. Februar 2010 um 19:22 Uhr

    @calimero: Affirmative Action? Mich würde das Thema auch interessieren.

  3. 3 Carl 04. Februar 2010 um 19:36 Uhr

    Die Linke hat übrigens eine Sozialquote für die Berliner Gymnasien geplant die aber nicht durchkam und durch ein Lossystem ersetzt wurde. Vielleicht könnte man darüber berichten.

  4. 4 Carl 05. Februar 2010 um 9:19 Uhr

    Vielleicht könnte man beiden Themen, das vom Administrator vorgeschlagene und das von Calimero vorgeschlagene, unter ein gemeinsames Motto stellen, zum Beispiel „Privilegien“. Man könnte im Zusammenhang mit Affirmative Action zum Beispiel „White Privilege“ besprechen und sich fragen, welche Privilegien gibt es noch.

  5. 5 Calimero 07. Februar 2010 um 15:57 Uhr

    mmm… Keine Ahnung, ob ich es richtig verstehe, Carl.
    Mir fällt auf, dass es da, wo es Quoten gibt, oft dazu führt, dass die positiv gestellte Gruppe zum Teil an Anerkennung verlieren kann. Siehe Frauenquote und negative Bemerkungen dazu.
    Es gibt mittlerweile Programme, die sich gezielt um ArbeiterInnenkinder kümmern. Es würde mich interessieren, inwiefern es sich nicht negativ niederschlägt.
    und um wieder den Bogen auf eine weitere diskriminierte Gruppe zu spannen: es werden ganz viele LehrerInnen mit Migrationshintergrund gesucht und zum Teil in Förderprogramme speziell aufgenommen, usw..
    Welche Folgen hat es? Auf die Person selbst aber auch auf das System?

  6. 6 Carl 07. Februar 2010 um 21:04 Uhr

    Ich weiß auch nicht, ob ich es gut erklärt habe. Ich bin nur kurz in einer politischen Gruppe aktiv gewesen und größtenteils Autodidakt. Vielleicht kann jemand anderes es besser erklären als ich.

    „White Privilege“ ist der Grund für „Affirmative Action“. Es wird darunter ein System von Privilegien verstanden, die jedem Weißen automatisch zukommen. Eine Liste der Privilegien: http://www.amptoons.com/blog/files/mcintosh.html
    Wichtig ist dabei zu verstehen, dass man als Weißer keinesfalls Rassist sein muss, um in den Genuß dieser Privilegien zu kommen. Weiße müssen auch nichts über diese Privilegien wissen. Es ist sogar üblich, dass sie es nicht tun. Trotzdem wirkt das System. Neben dem „White Privilege“ gibt es auch das „Male Privilege“ und das „Middleclass Privilege“. Das ist eine neue Betrachtungsweise, da man früher glaube, Diskriminierung sei vor allem ein Problem der Diskriminierten. „White Privilege“ ist hingegen genauso das Problem der Weißen. Affirmative Action will dem entgegenwirken, den Startvorteil, den die Weißen durch ihre Hautfarbe haben, ausgleichen.

    Um wieder auf die Anerkennung von Diskriminierungen zu kommen: Es ist üblich, dass ein Privilegierter von seinem Privileg nichts weiß oder selten darüber nachdenkt. Ich denke zum Beispiel fast nie darüber nach, dass ich ein Mann bin und welche Vorteile das für mich bringt, weil ich mich als Mann in vielen Fällen als den Normalfall definieren kann und alles andere als Abweichung. In einer Gesellschaft, in der aussschließlich Männer das sagen haben, könnte es sein, dass Sexismus gar nicht thematisiert wird, weil die Männer ihn nicht sehen. Vor fünfzig Jahren wurde noch argumentiert: „Natürlich gibt es wenig Frauen auf den Hochschulen, aber die haben ja auch nicht die angeborenen Fähigkeiten, die man braucht um in der Wissenschaft erfolgreich zu sein“. Der Sexismus wurde also nicht als ein solcher thematisiert, sondern als ein naturgegebner Umstand. Hier hätten wir die Verbindung zur Anerkennung der Diskriminierung durch die Gesellschaft.

  7. 7 Carl 07. Februar 2010 um 23:39 Uhr

    Ergänzung: Schreib mir bitte mal, ob ich „White Privilege“ verständlich erklärt habe. Ich fürchte nämlich nicht…

  8. 8 Andreas 08. Februar 2010 um 0:46 Uhr

    Also ich finde das sehr gut erklärt. Allerdings habe ich mich noch nicht mit einem Konzept auseinandergesetzt, welches explizit „White Privilege“ in den Mittelpunkt stellt, sondern nur mit verwandten Theorien.

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