Kampf um Schulreform: Eliten wollen unter sich bleiben

Ein wenig verspätet der Link zu einer Panorama-Sendung mit dem Titel: Eliten wollen unter sich bleiben vom 18. Februar 2010. Es werden Hintergründe zur Elterninitiative „Wir wollen lernen“ u.a. mit O-Tönen von Eltern dargestellt und mit Kommentaren von Michael Hartmann, Elitenforscher an der TU Darmstadt, und Ernst Rössner, Bildungsforscher am Institut für Schulentwicklungsforschung Dortmund versehen.

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9 Antworten auf „Kampf um Schulreform: Eliten wollen unter sich bleiben“


  1. 1 Graciela Syberg 04. März 2010 um 23:01 Uhr

    Die vorgestellte Sendung ist ein wunderbares Lehrstück für minderwertigen Boulevardjournalismus. Ich habe es meinen Publizistikstundenten als Schreckbeispiel vorgestellt. Denn als ehemalige TV-Journalistin weiß ich, wie man Beiträge macht. Und wie man Stimmung macht – auch, wenn man nichts in der Hand hat.

    Der Beitrag ist handwerklich schlecht. Er besteht aus ein paar zusammengeschnippelten Bildern aus dem Archiv und ein paar Zufallskommentaren auf dem Hamburg-Blankeneser Marktplatz (man hätte auch in Hamburg-Wilhelmsburg Eltern gefunden, die gegen die Verkürzung des gemeinsamen Lernens in Klasse 5 – 12 bzw. 13 sind). Alles zusammengerührt mit stimmungsvoller Musikunterlegung.

    Und als “Kronzeuge” ein sog. Unternehmensberater, der bei der Schulbehörde im Sold steht… das darf einem Enthüllungsjournalisten nicht passieren, weil es angreifbar macht.

    Der normale Fernsehzuschauer merkt all das freilich nicht – und das ist das Bedenkliche, denn so manipulieren privilegierte Jouranlisten vom Redaktionsschreibtisch aus ihre Zuschauer.

    Ich glaube, dass Panorama und Autorin Anja Reschke ihrer journalistischen Glaubwürdigkeit einen Bärendienst erwiesen haben. Dieses ist kein Enthüllungsbericht, sondern primitive Meinungsmache. Leider.

  2. 2 Andreas 05. März 2010 um 1:45 Uhr

    Hmmm, entschuldigen Sie, dass ich kurz gegoogelt habe. Unter „Graciela Syberg“ findet Google keine ehemalige TV-Journalistin und auch keine Publizistik-Dozentin, sondern nur jemand, die eifrig gegen die Schulreform anschreibt und auf die Website von „Wir wollen lernen“ verlinkt: Google-Suche

    Vielleicht haben Sie unter einem Nickname geschrieben, was Ihr gutes Recht ist. Aber zumindest sollten wir dann festhalten, dass Sie in der Sache involviert sind und keineswegs inhaltlich neutral zum Panorama-Beitrag stehen, wie dies ihr Kommentar meiner Meinung nach suggeriert. Ob Sie tatsächlich eine TV-Journalistin waren und eine Publizistik-Dozentin sind wird hierdurch leicht anzweifelbar, zumal der Beitrag am 18. Februar lief und soweit ich weiß, ist in den Bundesländern spätestens ab dem 19. Februar vorlesungsfreie Zeit. Wann also wollten Sie den Film als „Schreckbeispiel vorgestellt“ haben?

    Nun gut, wir können uns aber auch gerne über Qualitätsjournalismus streiten. Spannender ist meiner Meinung nach die Frage, ob die „Zufalls-Kommentare“ nicht doch häufiger zu hören sind und ob der Unternehmensberater irgendetwas falsches gesagt hat, ob es stimmt, dass Scheuerl Dossiers, „Steckbriefe“ anfertigen ließ und ob es stimmt, dass die Initiative Ärger für das Superman-Zeichen bekommen hat. Das finde ich spannender, als sich über Hintergrundmusik zu echauffieren.

  3. 3 Administrator 05. März 2010 um 2:19 Uhr

    Panorama hat zu diesem Beitrag extra ein Blog eingerichtet, da selten ein Panorama-Artikel derart polarisiert hat: Anja Reschke, Schulreform: Blick über den Tellerrand, 25. Februar 2010

  4. 4 Holger40 14. April 2010 um 22:28 Uhr

    @Andreas
    Vielleicht mal kurz „hamburg media school“ googeln und siehe da: Nix Semester, sondern Trimester!
    Da nich für.

  5. 5 Andreas 15. April 2010 um 13:45 Uhr

    Ich habe ihren Namen zwar auch nicht in der Hamburg Media School gefunden.

    Die drei Studiengänge haben – „klein aber fein“(!) – in einem Fall 24, in den anderen beiden Fällen unter 20 Studierende und jeweils ungefähr das dreifache an DozentInnen. Medienmanagement Studierende gegenüber Medienmanagement Dozenten und Akademischer Stab. Pro Semster kostet das übrigens um die 10.000 € Studiengebühren. Und davon gibt es, wie du sagst pro Jahr drei, also 30.000 € monatlich. Von daher kann ich mir gut vorstellen, dass sie dort unterrichtet und es wird dann auch verständlich, warum die den Panoramafilm schlecht findet. Nicht wegen der Form, da unterscheidet er sich nicht von anderen Dokumentationen, sondern aufgrund der Inhalte.

  6. 6 Anoniseverywhere 16. April 2010 um 5:39 Uhr

    *hüstel*
    Also wenn das eure Vorstellung von arbeiten mit Quellenbelegen ist, bin ich mir nicht sicher, ob ihr nicht lieber mehr Zeit ins Studium statt ins Blog stecken solltet.
    Da wäre erstens der kleine Tippfehler mit den 30.000 Jährlich, nicht monatlich.
    Aber selbst diese Angabe gilt nur für den MBA und ist daher wohl kaum mit den Kosten für ein normales Studium vergleichbar. Die Kosten dafür betragen 6.000 im Jahr für den Master, ein Bachelor wird nicht angeboten. Das ist immerhin ein fünftel des Betrages, den ihr unterstellt.
    Nicht das ich ein großer Freund von teuren Unis wäre, aber sauber argumentieren muss irgendwie schon sein, oder?

  7. 7 Andreas 16. April 2010 um 17:38 Uhr

    Sorry, war ein Tippfehler, natürlich muss es heißen 30.000 Euro jährlich, aber das ergibt sich ja aus dem Kontext, wenn ich schreibe, dass ein Semester 10.000 Euro kostet und das Jahr drei Trimester hat.

  8. 8 Anoniseverywhere 16. April 2010 um 20:25 Uhr

    Das die Aussage immer noch inhaltlich, na sagen wir mal, grob verzerrt ist, könntest du bei der Gelegenheit gleich mal mit kommentieren. Irgendwie gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass es doch noch zu einem Dialog kommt.

  1. 1 Das Lügenfernsehen « Dishwasher Pingback am 08. Mai 2011 um 2:51 Uhr
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