Workshop: Biographische Erfahrungen

04.-05. Juni 2010
Wer aus einer Arbeiterfamilie kommt und im Bildungssystem „aufsteigt“, der macht oft ganz bestimmte biographische Erfahrungen: Man muss sich in dem ungewohnten Raum „Universität“ zurechtfinden, das Studium kann eine „krisenanfällige Sache“ sein, oder aber es entsteht eine zunehmende Ferne zu den Eltern. Bei einigen geht auch alles gut und die Eingeöhnung in die akademische Welt geschith recht reibungslos. Möglicherweise sind Erfahrungen aus dem Gymnasium vorhanden, wo sich ähnliche Effekte wie an der Universität zeigten. Trotz der Hürden im Bildungssystem hat man es geschafft!
Mit anderen Arbeiterkindern über biographische Erfahrungen im Bildungssystem zu reden, kann sehr befreiend sein und den Studienverlauf positiv beeinflussen. In dem Workshop wollen wir uns – ohne jeden Zwang zur Selbstoffenbarung – an biographische Erfahrungen herantasten und auch einige Textauszüge aus Wissenschaft und Literatur lesen, die uns vielleicht helfen, einige Schwierigkeiten zu erklären, mit denen wir als studierende Arbeiterkinder konfrontiert sind. In netter Atmosphäre und mit kleinen Kaffeepausen können wir uns mehr Bewusstsein und damit Selbstsicherheit für den Studienalltag erarbeiten.

Workshopleiter: Tobias Fabinger
Zeit: 04.06.2010 14.00 Uhr bis 19.00 Uhr und 05.06.2010 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr
Ort: Internationales Zentrum Die Brücke, Münster, Willmergasse 2, Raum 106

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4 Antworten auf „Workshop: Biographische Erfahrungen“


  1. 1 Anonym 03. Mai 2010 um 18:39 Uhr

    Hallo,
    ich weiß gar nicht, ob ich hier richtig bin, aber ich dachte mir ich würde hier vielleicht auf Leute mit ähnlichen Problemen treffen.
    Ich vermute bei meiner Diplomarbeit (Fach Soziologie) ungerecht behandelt worden zu sein. Ich habe eine empirische Arbeit geschrieben, der empirische Teil ist sehr gut. Der theoretische Teil aber sei allerhöchsten ausreichend. Außerdem sei die Arbeit sprachlich nicht gelungen.
    Ich habe die Arbeit meinem ehemaligem Deutschlehrer vorgelegt. Er teilt die Kritik an der Sprache nicht. Der Argumentationsgang der Arbeit ist seiner Meinung nach nachvollziehbar, er gab jedoch zu bedenken, dass er keine Ahnung von Soziologie habe.

    Kann ich etwas tun? Ich weiß nicht, wer mir helfen kann.

  2. 2 Tobias 03. Mai 2010 um 18:40 Uhr
  3. 3 Anonym 03. Mai 2010 um 18:41 Uhr

    Ich weiß nicht, ob wirklich eine Fehleinschätzung vorliegt. Ich weiß nur, dass ich mir Mühe gegeben habe (aber vielleicht bin ich auch dumm).
    Ich stand im Fach Deutsch stets zwischen Eins und Zwei. Eigentlöich müsste ich mich daoch ausdrücken können.

    Der Erstprüfer kann mich habitusmässig kaum fehleingeschätzt haben, da ich ihn nämlich nur ein Mal getroffen habe – für zehn Minuten ungefähr. Bevor er etwas von meinem Habitus mitgekriegt hat, hat er mich schon gehasst. Ich bin nämlich sofort nach dem Klopfen bei ihm ins Zimmer gekommen, bevor er herein gesagt hatte. Er hat mich fünf Minuten darüber belehrt, dass man sich so nicht benimmt. Ich habe die ganze Zeit nichts gesagt, nur genickt. Er kann aus meinem Habitus nichts geschlossen haben. Dann habe ich ihm ganz kurz mein Diplomarbeitsvorhaben vorstellen können, ganz ohne Habitus, nur meine Notizen vorgelesen. Er gilt auf dem Gebiet auf Experte. Das habe ich jedoch nur getan, weil ich jetzt nun schon mal da war und auch nicht wie ein geprügelter Hund benehmen wollte.
    Ich war mir sicher, dass er ablehnt. Nun hat er zusagt und ich saß in der Patsche, weil ich mich nicht mehr getraut habe, einen anderen Erstgutachter zu wählen. Wir haben ein paar mal per E-Mail kommuniziert. Er schrieb mir auf eigentlich jede Frage, dass ich lernen müsse selbständig zu arbeiten und ihn nicht mit dummen Fragen belästigen solle.
    Seine Gutachten war entsprechend übelmeinend. Er schrieb, dass es „nicht überrasche“, dass die Arbeit schlecht sei.

    Einige meiner Kommilitonen waren der Meinung, dass Gutachten sei eine Unverschämtheit und ich solle mich beschweren. Ich habe mich noch nie wegen Etwas beschwert. Ich würde es auch nicht tun, hätten nicht alle Kommilitonen mir dazu geraten hätten.

    Ich würde sehr gerne Erfahrungen von Leuten hören, die mal in einer ähnlichen Situation waren.
    Ich bin am überlegen, ob ich euch vielleicht mal ein paar Seiten schicken könnte (wenn ja: wie viele)?

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