Hamburger Schulkampf: Die Interessen der sozialen Klassen spielen eine Rolle

Von Andreas Kemper

Während einer Tagung der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Hamburg sprachen sich die anwesenden Bildungsforscher für eine längere Grundschulzeit aus. Zahlreiche Studien zeigten, dass mittelmäßig gute Schüler_innen aus privilegierten Schichten aufs Gymnasium kämen, leistungsstarke Schüler_innen aus unteren Schichten hingegen nicht. Die jetzige 4jährige Grundschule mit der frühen sozialen Selektion nütze vor allem Eltern aus privilegierten Milieus. So machte nach Angaben der Welt-Online (Insa Gall: Bildungsforscher sprechen sich für die Primarschule aus, 22. April 2010, 04:00 Uhr) der Bildungsforscher Klaus Jürgen Tillmann vor allem einen Interessenskonflikt zwischen sozialen Klassen aus:

„Aus Sicht von Eltern, die wollen, dass ihre Kinder unabhängig von ihrer Leistung auf jeden Fall das Abitur machen, ist das eine günstige Struktur, und man kann verstehen, dass sie ein vernünftiges Interesse haben, diese zu verteidigen“

Es spreche viel dafür, dass sich mit einer sechsjährigen Grundschulzeit sowohl die Leistungen verbesserten als auch die soziale Auslese abnehme. Tillmann zeigte sich allerdings skeptisch, ob eine Verlängerung der Grundschulzeit um zwei Jahre bereits ausreiche.

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1 Antwort auf „Hamburger Schulkampf: Die Interessen der sozialen Klassen spielen eine Rolle“


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