Podiumsdiskussion der taz zur Sozialen Selektion

Am Samstag, 24. April 2010 fand eine Podiumsdiskussion der taz unter dem Titel „Papa, bringst du mich zur Uni?“ statt. Thematisch ging es um Studienbedingungen, Hochschulzugang und soziale Herkunft. Nachdem Elke Middendorff von der HIS die aktuellen Ergebnisse der DSW-Studie präsentierte, diskutierten Frank Steudner (Stifterverband) und Vivian Hinz (Arbeiterkind.de). Alice Lortholary fasst in der taz die Diskussion zusammen:

Während Steudner die geringere Zahl der Nicht-Akademiker-Kinder an den Hochschulen durch eine rein psychologische Abschreckung erklärt, ist diese Zahl für Hinz ausschließlich auf den Mangel an Informationen zurückzuführen. Hinz ist selber Tochter einer Nicht-Akademiker-Familie und Stipendiatin. Ihrer Meinung nach werden diese Kinder nicht angesprochen und wissen nicht, welche Angebote und Möglichkeiten ihnen zur Verfügung stehen. Die Initiative „Arbeiterkind“ zielt darauf ab, diese Kinder ausführlicher zu informieren. Was die Finanzierung des Studiums betrifft, plädierte Steudner wiederum für die Kreditaufnahme.

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1 Antwort auf „Podiumsdiskussion der taz zur Sozialen Selektion“


  1. 1 Tobias 27. April 2010 um 18:59 Uhr

    Schade, dass die uns nicht gefragt haben, trotz des großen Presseechos, dass wir hatten. Die Position von Hinz von Arbeiterkind.de ist ja vollkommen absurd, es zeigt leider dass Arbeiterkind ein vollkommen an die herrschenden Machtsstrukturen angepasstes Projekt ist. Ich werde bei der taz nachfragen, warum die uns nicht berücksichtigt haben, mittlerweile dürften die uns kennen. Es jedenfalls viel zu einseitig zu behaupten, die mangelnde Beteiligung der Arbeiterkinder an der Hochschulbildung läge nur am Informationsdefizit. Das hieße ja, dass die Arbeiterkinder auf die Uni „zugehen“ müssen. Das ist aber nicht alles, denn die Uni muss in ihren Organisations Lernformen und in ihren Inhalten auch auf die Arbeiterkinder zugehen.

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