Archiv für Mai 2010

Workshop: Macht und Ohnmacht im Studium – wie setze ich mich besser durch?

03.07. Workshop für studierende Arbeiterkinder:

Macht und Ohnmacht im Studium – wie setze ich mich besser durch?
Die Bildung findet von Anfang an in einem bestimmten “Machtfeld” statt. Schüler aus akademischen, bildungsnahen Familien haben oft außerschulische kulturelle Lernorte und setzen sich so in der Schule besser durch. An der Uni setzt sich das fort: Die einen sind lockerer und souveräner, studierende Arbeiterkinder sind oftmals in der Sphäre der Universität zurückhaltender und haben mehr Probleme, ihre Rolle zu finden. (mehr…)

Veranstaltung: Michael Hartmann: Leistungsgesellschaft – ein Mythos?

Veranstaltung des Fikus-Referates in Münster am 08.07. im Hörsaal S9 (Schloss) 18 Uhr

Veranstaltung Michael Hartmann

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Veranstaltung: Lars Schmitt: „Gehör ich überhaupt hierher?“

Veranstaltung des Fikus-Referates Münster 30.06. 18 Uhr im Hörsaal S9 (Schloss)

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Familiäre Bildungskultur und Bildungserfolg

„Family scholarly culture and educational success: Books and schooling in 27 nations“ lautet eine Studie, die in 27 Ländern den Einfluss der Bildungskultur der Eltern auf die Länge der Ausbildungszeit ihrer Kinder untersucht. Gradmesser war die Anzahl der Bücher. Eine Zusammenfassung und Kommentierung der Studie findet sich im Artikel „Der Schulerfolg wächst mit der Länge des Bücherregals Zuhause“ von Florian Rötzer auf telepolis.

Die politische Linke und die Arbeiter (und studierenden Arbeiterkinder)

Von Tobias Fabinger

Da ich gerne theoretische Überlegungen zu Papier bringe, die leider nicht alle für meine Magisterarbeit verwertbar sind, aber mir dennoch relevant erscheinen, nutze ich mal unser Forum hier, um eine Diskussion anzustoßen. Diese Überschussproduktion an Theorie und die Reibungsverluste, die dabei entstehen, sind übrigens für Arbeiterkinder typisch, wie ich mal in einem interessanten Buch zur akademischen Biographie von Arbeiterkindern las. (mehr…)

Hauptschule macht krank

Eine aktuelle Studie des Medizinsoziologen Matthias Richter (Uni Bern) konstatierte, dass sich Hauptschüler_innen doppelt so häufig krank fühlen wie Gymnasiast_innen. Befragt wurden 4300 Schüler im Alter von elf bis 15 Jahren. Am stärksten belastet seien Mädchen und Hauptschüler_innen. Mehr als ein Drittel der Hauptschüler_innen gaben an, wöchentlich Schlafstörungen, Kopf- und Rückenschmerzen, Schwindel oder Übelkeit zu leiden. 10 Prozent der Gymnasiast_innen und 21 Prozent der Hauptschüler_innen bewerteten ihre Gesundheit als eher schlecht. Richter im Interview mit der Frankfurter Rundschau:

„Das Übel muss an der Wurzel gepackt werden. Es geht um eine fairere Verteilung von Macht, Geld und Bildung. […] Unser unsägliches Schulsystem, das soziale Selektion noch verstärkt, muss endlich erneuert werden.“

V. Bohn, K. Rathmann, M. Richter: „Psychosoziale Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen: Die Bedeutung von Alter, Geschlecht und Schultyp.“ Das Gesundheitswesen 2010; 72 (5): S. 293-300

Wiki

Hier war schon länger ein Wiki verlinkt (oben, als „Reiter“). Es handelte sich um ein älteres Wiki, welches den Schwerpuntk „sutdierende Arbeiterkinder“ hatte. Aktuell und rechtzeitig zur zweiten Ausgabe des Dishwasher-Magazins, wurde in diesem Wiki nun ein eigenständiges Dishwasher-Portal eingerichtet:

The Dishwasher Wiki-Portal

Schaut vorbei!
In Zukunft werden dort die Artikelinhalte dieses Blogs kategorisiert, was das Auffinden leichter machen wird. (mehr…)

Bildungsministerin in Österreich will „Ein Gymnasium für alle“

Die Bundesministerin für Wissenschaft und Forschung in Österreich, Beatrix Kraft (ÖVP), gab am letzten Wochenende bekannt, dass Bildungsentscheidungen für SchülerInnen erst mit 14 Jahren getroffen werden sollten. Bis zum 14. Lebensjahr sollte ein gemeinsamer Unterricht stattfinden. Sie könne sich nach Informationen der „Wiener Zeitung“ auch ein „Gymnasium für alle“ gut vorstellen. Ihre Aussage führte zu massiver Kritik in der eigenen Partei und bei LehrervertreterInnen. Dennoch fühlte sie sich durch diese Kritik „nicht zurückgepfiffen“.

Quote für Arbeiterkinder an Hochschulen in Österreich?

Die Bundesministerin für Wissenschaft und F0rschung in Österreich, Beatrix Karl, schließt nicht aus, Quoten für „bildungsferne Schichten“ einzuführen. Allerdings nur beim Aufnahmeverfahren. Hintergrund ist, dass sich ab 2012 in Österreich die Hochschulen ihre Studierenden selber aussuchen dürfen und damit der Hochschulzugang zusätzlich durch eine weitere Barriere erschwert wird. Das CHE fordert schon seit längerem eine „Selbstselektion“ bei Hochschulzugängen. Wer sich „selbstselektiert“, dürfte klar sein.
Interview mit Kleine Zeitung

Frage: Sie haben weitere Maßnahmen angekündigt, um vermehrt Arbeiter- und Zuwandererkinder auf die Unis zu bringen. Was planen Sie konkret?
KARL: Ich denke an eine Quote oder Vorteile für bildungsferne Schichten beim Aufnahmeverfahren oder Begünstigungen im Stipendiensystem.

Michael Hartmann zum Hamburger Schulkampf

Ein längeres Interview von Prof. Michael Hartmann, Eliteforscher der Uni Darmstadt, mit dem „Freies Sender Kombinat“ aus Hamburg.

Am 08.07. ist Michael Hartmann in Münster und referiert zu „Leistungsgesellschaft – ein Mythos?“

8. Thüringer Bildungssymposium

Anfang Mai 2010 fand das 8. Thüringer Bildungssymposium statt. Einige Materialien sind jetzt offen zugänglich unter der Webadresse: Vorlesungen und Workshops – freigegebene Materialien.
Ich persönlich finde die Inhalte von Klaus Klemm und von Bernhard Zymek ganz spannend.

Schulübergang: Kinder weniger gebildeter und einkommensschwächerer Eltern werden diskriminiert

Nachfolgend die Pressemitteilung der Johannes Gutenberg Universität Mainz zu einer Studie über Übergangsempfehlungen in Abhängigkeit von Schulnoten und Sozialer Herkunft. Die Studie ist bereits anderthalb Jahre alt. Die Pressemitteilung ist vom 10.09.2008.

Mainzer Soziologen untersuchen die Bildungschancen von Viertklässlern in Wiesbaden in Abhängigkeit von ihrer sozialen Herkunft

Kommt ein Kind aus einer niedrigen sozialen Schicht, wird es nicht die gleich hohe Bildungsempfehlung für die weiterführende Schule erhalten wie ein Kind aus einer hohen Sozialschicht, selbst wenn die beiden Kinder in der Grundschule die gleichen Noten erreichen. „Lehrerinnen und Lehrer an Grundschulen entscheiden offenbar nicht nur aufgrund von Schulleistungen über die Empfehlung, die sie für die weiterführende Schule nach der vierten Klasse abgeben, sondern auch aufgrund der sozialen Herkunft der Kinder“, teilt Univ.-Prof. Dr. Dr. Stefan Hradil vom Institut für Soziologie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz mit. (mehr…)

Hamburg calling – Studium ohne Abitur an der HWP

Die Hochschule für Wirtschaft und Politik (HWP) ist trotz vieler Kämpfe um die Eigenständigkeit in die Hamburger Uni integriert worden. Dort ist es allerdings auch jetzt noch möglich, den Bachelor-Studiengang Sozialökonomie ohne Abitur aufzunehmen. Voraussetzungen sind eine vierjährige Berufstätigkeit oder eine abgeschlossene Berufsausbildung.

Weitere Informationen und Kontaktadressen findet ihr hier: (mehr…)

ZDF: Bildungschancen in Deutschland

Hier ein älteres Video von 2009, welches die Diskriminierung gegenüber Arbeiterkindern in einigen Punkten zusammenfasst. Natürlich fehlen noch sehr viele Aspekte, vom Elterngeld über Kita-Plätze bis zur Stipendienvergabe. Der Bericht von Birte Meier und Rita Stingl erschien in „Kind und Kegel“ im ZDF-Info.

Zur angesprochenen Studie von Hradil gibt es hier weitere Informationen: Schulübergang: Kinder weniger gebildeter und einkommensschwächerer Eltern werden diskriminiert.

Standesbewusste Chefärzte im Hamburger Schulkampf

Von Andreas Kemper
47 „Ärzte in verantwortlichen Positionen“ haben sich rotzfrech in den Hamburger Schulkampf eingemischt. Sie missbrauchten das Arzt-Patienten-Verhältnis durch eine Aufforderung an ihre Patient_innen, im Volksentscheid gegen die gemeinsame sechsjährige Grundschule zu stimmen. Da in anderen Ländern keine sechsjährige Grundschule existiere und da angeblich die meisten hochqualifizierten Ärzte

„sich für ihre Kinder Gymnasien mit Schwerpunkten (altsprachlich, bilingual, musisch usw.) möglichst ab Klasse 5 wünschen“

würde die Schulreform den Gesundheitsstandort Hamburg schwächen. (mehr…)




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