Sarrazin macht Eugenik salonfähig

Nach Informationen der dpa äußerte sich Thilo Sarrazin beim Arbeitskreis Schule-Wirtschaft der Unternehmerverbände Südhessen zum Thema „Bildung, Demografie, gesellschaftliche Trends“. „Wir werden auf natürlichem Wege durchschnittlich dümmer“ behauptete Sarrazin. Einwanderer „aus der Türkei, dem Nahen und Mittleren Osten und Afrika“ wiesen weniger Bildung auf als Einwanderer aus anderen Ländern. Sie bekämen auch mehr Kinder als Deutsche, was problematisch sei, denn es gebe „eine unterschiedliche Vermehrung von Bevölkerungsgruppen mit unterschiedlicher Intelligenz“. Intelligenz sei zu 80% vererblich.
Aus dem Publikum gab es keine Unmutsbekundungen.
Siehe auch: Elterngeld wird für Arme komplett gestrichen, In die Bildungsferne geboren – Neues von Heinsohn

Nachtrag:
Einige Kommentatoren zweifeln an, ob die Zitate Sarrazins nicht aus dem Zusammenhang gerissen sind. Hier kann nur die ganze Lektüre des Lettre-Interviews empfohlen werden, in dem sich Sarrazin bereits biologistisch-rassistisch und klassenrassistisch äußerte: Sarrazins Sozialeugenik

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11 Antworten auf „Sarrazin macht Eugenik salonfähig“


  1. 1 Carl 11. Juni 2010 um 11:24 Uhr

    Man fragt sich wirklich, warum die bei der SPD Sarrazin nicht langsam mal zeigen, wo die Tür ist…

    Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten.

  2. 2 Andreas 11. Juni 2010 um 11:32 Uhr

    Angeblich hat Sarrazin seine SPD-Genossen bei der Prüfung des Ausschlusses stundenlang plattgeredet.

  3. 3 Carl 11. Juni 2010 um 12:06 Uhr

    Na und.
    Kann man den nicht ohne seine eigene Erlaubnis ausschließen… oder ist der Typ Saruman oder was?

    edit:
    Saruman ist ein Zauberer, der dem Bösen verfällt. Seine Gabe ist seine Sprache, mit der er jeden, der den Fahler macht ihm zuzuhören, becircen kann.

  4. 4 Andreas 11. Juni 2010 um 12:46 Uhr

    Eher schon sind die SPDler, die seinen Nicht-Rauswurf zu verantworten haben, ein kollektiver König Théoden. Ist die Frage, wo der Gandalf bleibt… („Der Herr der Ringe“ ist meiner Meinung nach sehr klassistisch. Meine These: Tolkien hat bei H.G. Wells „Die Zeitmaschine“ abgeschrieben und Gut und Böse vertauscht. Die Arbeiter (Morlocks) wurden bei Tolkien böse (Orks) und die Bourgeosie (Eloi) wurde edel (Elben). Da finde ich Pratchetts Elben-Bashing sehr viel sympathischer. Aber das nur am Rande…)

    Eigentlich weiß die SPD doch, wie man altgediente Mitglieder rausschmeißt. Ich erinnere mich noch an Hansen und Coppick zu Zeiten der Friedensbewegung gegen den NATO-Doppelbeschluss.

  5. 5 Carl 11. Juni 2010 um 13:06 Uhr

    Ich käm nie auf die Idee, dass Orks Arbeiter sind, wie kommst du darauf?

  6. 6 Andreas 11. Juni 2010 um 13:11 Uhr

    Tolkien war antidemokratisch eingestellt. Er mochte das Parlament nicht, weil dies dazu führe, dass dort zuviele „Orks“ herumsitzen würden. Isengart ist eine unterirdische Fabrik. Und ich fresse einen Besen, wenn Isengart nicht den unterirdischen Höhlen nachempfunden worden ist, wo in „Die Zeitmaschine“ die Morlocks leben. Und die Morlocks repräsentieren die Arbeiterklasse.

  7. 7 bigmouth 11. Juni 2010 um 16:52 Uhr

    die morlocks sind aber auch bei welles nicht nett

  8. 8 Andreas 11. Juni 2010 um 16:57 Uhr

    Nein, aber ambivalent. Sie, die ehemaligen Arbeiter, halten sich die Eloi, die ehemalige Bourgeoisie, als Zuchtvieh. Sie sind aufgrund ihrer Intelligenz wesentlich menschlicher als die in einer Traumwelt lebende und völlig verdummten Eloi. Leider wurde dies in den beiden Verfilmungen verfremdet. Hollywood ist eben auch klassistisch.

  9. 9 bigmouth 12. Juni 2010 um 12:36 Uhr

    ich hab das buch gelesen – ich kann mich nicht erinnern, dass die morlocks menschlicher wirken. eher wie bestien, im gegensatz zu den kindlichen eloi

  10. 10 Irene 12. Juni 2010 um 15:40 Uhr

    Albrecht Müller über „Sarrazin, Henkel, Metzger, Dohnanyi, Baring und Co.“: http://www.nachdenkseiten.de/?p=5878

  11. 11 Andreas 12. Juni 2010 um 15:48 Uhr

    @bigmouth: die morlocks sind menschlicher, weil sie im gegensatz zu den eloi sich ihres verstandes bedienen. sie halten sich die eloi als nahrungsquelle. eine postindustrielle umsetzung von „eat the rich“.

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