Comments on: Arbeiterkind… http://dishwasher.blogsport.de/2010/08/03/arbeiterkind/ Das Magazin für studierende Arbeiterkinder Fri, 20 Jul 2018 08:04:07 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 by: Arbeitslosigkeit und Schulschwänzen « Dishwasher http://dishwasher.blogsport.de/2010/08/03/arbeiterkind/#comment-1314 Sun, 26 Sep 2010 12:12:12 +0000 http://dishwasher.blogsport.de/2010/08/03/arbeiterkind/#comment-1314 [...] Volker Kauder, der Franktionsvorsitzende der CDU, fordert, Geldbußen konsequenter von Hartz-IV-Bezügen abzuziehen, wenn Kinder nicht zur Schule erscheinen. Er habe den Eindruck, dass Bußgelder wegen Schulschwänzens selten verhängt und noch seltener eingetrieben würden. Damit greift er eine der Ideen von Thilo Sarrazin auf, der in seinem Buch „Deutschland schafft sich ab“ genau diese Regelung gefordert. Diese Strafen müssten so gestaltet sein, dass sie das Existenzminimum unterlaufen. Zuvor hatte Sarrazin gefordert, dass Geldbußen gezahlt werden müssen, wenn Kinder ihre Hausaufgaben nicht machen. Dieser Idee schloss sich Kauder noch nicht an. Während Sarrazin noch allgemein davon sprach, Geldbußen für das Fernbleiben der Schulkinder zu fordern, bezieht sich Kauder nur auf Arbeitlose. Geldbußen müssen übrigens immer gezahlt werden. Entweder Kauder weiß das nicht oder er will eine Sonderregelung für Hartz-IV-Abhängige. Eine Sonderregelung für arbeitslose Eltern oder Alleinerziehende könnte so aussehen, dass die Schulfehlzeiten monatlich direkt an die Arge weitervermittelt werden. Undenkbar? Es liegen genügend Erfahrungsberichte vor von Schüler_innen aus ärmeren Verhältnissen, die aufgrund ihrer sozialen Herkunft von der ARGE direkt kontaktiert wurden, um ihnen mitzuteilen, dass sie gefälligst nicht studieren sollen. Vielleicht ließe sich das ja auch mit dem Bildungsgutschein koppeln, der Bildungsgutschein würde dann zu einer Art schulpolizeilichem Führungszeugnis. Die Zusammenarbeit zwischen Schulleitung und ARGE in Bezug auf Reglementierung von „Unterschichtsfamilien“ ist ausbaufähig. Alternativ ließe sich fragen, warum viele Hauptschüler_innen pessimistisch und demotiviert sind, wie die jüngste SHELL-Studie festgestellt hat. [...] […] Volker Kauder, der Franktionsvorsitzende der CDU, fordert, Geldbußen konsequenter von Hartz-IV-Bezügen abzuziehen, wenn Kinder nicht zur Schule erscheinen. Er habe den Eindruck, dass Bußgelder wegen Schulschwänzens selten verhängt und noch seltener eingetrieben würden. Damit greift er eine der Ideen von Thilo Sarrazin auf, der in seinem Buch „Deutschland schafft sich ab“ genau diese Regelung gefordert. Diese Strafen müssten so gestaltet sein, dass sie das Existenzminimum unterlaufen. Zuvor hatte Sarrazin gefordert, dass Geldbußen gezahlt werden müssen, wenn Kinder ihre Hausaufgaben nicht machen. Dieser Idee schloss sich Kauder noch nicht an. Während Sarrazin noch allgemein davon sprach, Geldbußen für das Fernbleiben der Schulkinder zu fordern, bezieht sich Kauder nur auf Arbeitlose. Geldbußen müssen übrigens immer gezahlt werden. Entweder Kauder weiß das nicht oder er will eine Sonderregelung für Hartz-IV-Abhängige. Eine Sonderregelung für arbeitslose Eltern oder Alleinerziehende könnte so aussehen, dass die Schulfehlzeiten monatlich direkt an die Arge weitervermittelt werden. Undenkbar? Es liegen genügend Erfahrungsberichte vor von Schüler_innen aus ärmeren Verhältnissen, die aufgrund ihrer sozialen Herkunft von der ARGE direkt kontaktiert wurden, um ihnen mitzuteilen, dass sie gefälligst nicht studieren sollen. Vielleicht ließe sich das ja auch mit dem Bildungsgutschein koppeln, der Bildungsgutschein würde dann zu einer Art schulpolizeilichem Führungszeugnis. Die Zusammenarbeit zwischen Schulleitung und ARGE in Bezug auf Reglementierung von „Unterschichtsfamilien“ ist ausbaufähig. Alternativ ließe sich fragen, warum viele Hauptschüler_innen pessimistisch und demotiviert sind, wie die jüngste SHELL-Studie festgestellt hat. […]

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by: Eva http://dishwasher.blogsport.de/2010/08/03/arbeiterkind/#comment-1140 Sun, 22 Aug 2010 18:41:37 +0000 http://dishwasher.blogsport.de/2010/08/03/arbeiterkind/#comment-1140 Hallo Die 13, ich habe gerade Deinen Bericht gelesen und auch Deine Website angeklickt - super, was Du dort an Hilfestellung zusammengetragen hast. Deine gemischten Erfahrungen mit Behördenmitarbeitern kann ich nur bestätigen - oft hast Du jemand vor Dir sitzen, der Dich dann in eine aus seiner Sicht passende Schublade steckt und Dich dann auch entsprechend behandelt ... Erfreulicherweise, leider aber viel zu selten, stösst man aber auch auf Hilfestellung. Was ich aber UNFASSBAR finde, sind die Ereignisse aus dem Spiegel-Bericht - das ist echt der absolute Hammer!!! Die ARGE als Überwachungseinrichtung ist ja nicht wirklich neu - aber Schulzeugnisse der Kinder von HartzIV-Empfängern einfordern? Und die Kinder dann Richtung Ausbildung drängen statt sie ein Studium aufnehmen zu lassen?? Quote: "Kürzlich forderte der Berater im Rahmen einer "Datenaktualisierung" erneut Jennys Schulzeugnis ein, um ihr "bei einer Arbeits- oder Ausbildungsstellensuche helfen zu können". Liege das Zeugnis binnen drei Wochen nicht vor, könne dies zu einer Kürzung oder Einstellung der Leistungen führen, hieß es. Jenny fühlt sich ausgegrenzt und alleingelassen. "Ich tue viel für meine Zukunft, warum erkennt das Amt das nicht an?"" (http://www.spiegel.de/schulspiegel/leben/0,1518,707608,00.html) Vielleicht sollten auch Schulen ihre Schüler über solche Machenschaften informieren... Herzliche Grüße, Eva Hallo Die 13,

ich habe gerade Deinen Bericht gelesen und auch Deine Website angeklickt – super, was Du dort an Hilfestellung zusammengetragen hast. Deine gemischten Erfahrungen mit Behördenmitarbeitern kann ich nur bestätigen – oft hast Du jemand vor Dir sitzen, der Dich dann in eine aus seiner Sicht passende Schublade steckt und Dich dann auch entsprechend behandelt … Erfreulicherweise, leider aber viel zu selten, stösst man aber auch auf Hilfestellung.

Was ich aber UNFASSBAR finde, sind die Ereignisse aus dem Spiegel-Bericht – das ist echt der absolute Hammer!!!
Die ARGE als Überwachungseinrichtung ist ja nicht wirklich neu – aber Schulzeugnisse der Kinder von HartzIV-Empfängern einfordern? Und die Kinder dann Richtung Ausbildung drängen statt sie ein Studium aufnehmen zu lassen??

Quote: „Kürzlich forderte der Berater im Rahmen einer „Datenaktualisierung“ erneut Jennys Schulzeugnis ein, um ihr „bei einer Arbeits- oder Ausbildungsstellensuche helfen zu können“. Liege das Zeugnis binnen drei Wochen nicht vor, könne dies zu einer Kürzung oder Einstellung der Leistungen führen, hieß es. Jenny fühlt sich ausgegrenzt und alleingelassen. „Ich tue viel für meine Zukunft, warum erkennt das Amt das nicht an?“" (http://www.spiegel.de/schulspiegel/leben/0,1518,707608,00.html)

Vielleicht sollten auch Schulen ihre Schüler über solche Machenschaften informieren…

Herzliche Grüße,
Eva

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