Birth, not Worth

Von Andreas Kemper

In Deutschland separiert sich die Mittelschicht spätestens dann von ärmeren Familien, wenn die Kinder schulpflichtig sind. Die Einschulung führt oft dazu, dass Mittelschichts-Eltern in andere Stadtteile ziehen. In Großbritannien scheint es ein ähnliches Muster zu geben, wie dem Artikel „Endstation Kindergarten“ von Ralf Sotschek aus der taz vom 28.09.2010 zu entnehmen ist. Die Diskriminierung aufgrund der Sozialen Herkunft ist deutlich und trotz Wissen um diese Diskriminierung ändert sich nichts zum Positiven. Im Gegenteil. Die Europäischen Antidiskriminierungsrichtlinien müssen dringend um diese klassenspezifischen Aspekte ergänzt werden.

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2 Antworten auf „Birth, not Worth“


  1. 1 Carl 04. Oktober 2010 um 16:52 Uhr

    Warum heißt das ganze jetzt „Birth, not Worth“? Das klingt ein bißchen so, als gäbe es Kinder, die tatsächlich keinen guten Kindergarten verdient hätten und wenn man die nur identifizieren könnte („Worth, not Birth“) wär das wieder okay…

  2. 2 Andreas 04. Oktober 2010 um 18:37 Uhr

    „Birth, not Worth“ ist eine zitierte Redewendung. Die Herkunft ist einigen wichtiger als die aktuelle Leistung.

    Dass auch der Leistungsgedanke kritisch zu betrachten ist, steht außer Frage. Ich bin in meiner Kritik an der Chancengleichheits-Kritik näher darauf eingegangen. Man missachtet erklärungsrelevante Fragen, wenn man ganz nur die Konkurrenzgesellschaft und die Leistungsideologie ablehnt, ohne wahrzunehmen, dass diese Ideologie bewusst von der inzwischen eugenisch argumentierenden Begabungsideologie unterlaufen wird.

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