Bei der Bologna-Reform wurden die sozialen Fragen vergessen

Artikel von Lenz Jacobson und Johannes Pennekamp in der Wochenzeitung Der Freitag vom 21.10.2010

Wer hat, dem wird gegeben
Bei der Bologna-Reform ­wurden die sozial Schwachen vergessen. Die neuen Stipendien ändern daran nichts

Man muss sich nur das Papier ansehen, mit dem alles angefangen hat, um das Problem zu verstehen. Gut fünf Seiten ist die Bologna-Erklärung lang, mit der die europäischen Regierungen 1999 die Hochschulreformen starteten. Von „arbeitsmarktbezogener Qualifizierung“ und „Wettbewerbsfähigkeit“ ist da die Rede. Soziale Fragen spielen keine Rolle, Begriffe wie Chancengleichheit oder soziale Durchlässigkeit fehlen in dem Text, der zur vielleicht größten Umwälzung im deutschen Hochschulsystem führte. Weiter

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