„Vereisung des sozialen Klimas“

Im neunten Bericht der Langzeitstudie „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ wird konstatiert, dass insbesondere Reiche Arme abwerten. Dem Tagesspiegel zufolge würde die Hälfte der Nettoverdiener mit 2.600 Euro aufwärts Langzeitarbeitslose abwerten, die taz zitierte Heitmeyer mit den Worten: „eine zunehmend rohe Bürgerlichkeit“. Der exakte Begriff für diese Abwertung ist „Klassismus“. Geringverdiener seien gegenüber Nettoverdiener solidarischer eingestellt. Während der Wirtschaftskrise sei bei den Besserverdienenden, die in der Studie 20% der Bevölkerung ausmachen, auch die Islamfeindlichkeit und der Rechtspopulismus gewachsen. Auch focus-online gibt Wilhelm Heitmeyer wieder und titelt mit: „Krise macht viele Besserverdiener zu Sozialdarwinisten“. Dort heißt es: „‘In der Krise haben viele Besserverdiener erstmals gemerkt, was finanzielle Einbußen bedeuten‘, sagte Studienleiter Wilhelm Heitmeyer. Dadurch seien mühsam erlernte soziale Normen und Werte in Vergessenheit geraten, der Sozialdarwinismus habe zugenommen.“ Und hier noch die Tagesschau zum Thema.
Wir werden demnächst ausführlicher über die Studie informieren.
Vor wenigen Tagen hatten wir über eine kanadisch/kalifornische Studie berichtet, die bei Gutverdienenden mit akademischen Hintergrund ein Defizit an Einfühlungsvermögen festgestellt hatte.

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1 Antwort auf „„Vereisung des sozialen Klimas““


  1. 1 Standesdünkel, Klassismus oder Sozialrassismus? « Dishwasher Pingback am 07. Dezember 2010 um 21:41 Uhr
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