Burschenschaften streiten über „Ariernachweis“

Floran Dieckmann in einem Beitrag für Spiegel Online,15.06.2011:

„Der Deutschen Burschenschaft droht die Spaltung. Sie hat Rassevorschriften erlassen, die selbst erzkonservativen Studenten zu weit gehen. Nun soll eine Verbindung aus dem Dachverband ausgeschlossen werden – denn ein Mitglied hat asiatische Gesichtszüge.“

Vor ziemlich genau einhundert Jahren wurden in einigen Universitätsstädten die Studierenden erstmals durch „Allgemeine Studierenden Ausschüsse“ (AStA), statt durch Burschenschaften repräsentiert. Auch heute gibt es merkwürdigerweise noch Burschenschaften und der Klassenkampf der damaligen Mittelschichtsstudenten gegen den Alleinvertretungsanspruch der elitären Verbindungen ist nur in der Weise weiterentwickelt worden, dass nun auch Frauen, Lesben, Schwule, ausländische Studierende und Studierende mit Behinderungen eigene Repräsentationsorgane entwickelt haben. Arbeiterkinder werden von der Mittelschicht in einer ähnlichen Weise „mitrepräsentiert“ wie Annodazumal die Burschenschaften die Studierenden aus der Mittelschicht „mitrepräsentierten“.

Share and Enjoy:
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email
  • Wikio




kostenloser Counter