Aus dem Beruf ins Studium – ein Interview mit zwei Studierenden, die aus der Berufswelt kommen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, aus einer beruflichen Tätigkeit heraus zu studieren. In allen Bundesländern wurden die Möglichkeiten zum Hochschulzugang für beruflich qualifizierte Studieninteressenten verbessert. So ist in NRW der Hochschulzugang zum Beispiel auch dann möglich, wenn man über eine fachlich entsprechende Berufsausbildung verfügt und mindestens drei Jahre Berufserfahrung aufweist. Auch das Nachholen des Abiturs auf einer Abendschule ist möglich. Tobias Fabinger führte ein Interview mit Belkis Tuncer und Micha Greif, die beide aus dem Berufsleben heraus an die Uni sind.

Tobias: Ihr habt beide eine Berufsausbildung gemacht und dann einige Jahre Berufserfahrung gesammelt. Aus der Berufstätigkeit heraus seid Ihr dann ins Studium. Was waren denn eure letzten beruflichen Tätigkeiten?

Belkis: Ich habe als Bürokauffrau in einer Reha-Klinik und einem Rehabilitationsforschung-Netzwerk gearbeitet.

Micha: Ich habe mehrjährige Berufserfahrung als Versicherungskaufmann gesammelt und zuletzt als „Complaint Manager“ für eine große IT-Firma gearbeitet.

Welche Unterschiede zwischen Beruf und Studium fielen Euch am stärksten auf?

Micha: Einerseits sinkt ja der Status, vom Angestellten zum Studenten, andererseits bekommt man viel mehr Möglichkeiten und Kontakte, die man sonst nicht bekommen würde. Man merkt schon: Wenn man studiert, entwickeln sich ganz andere Chancen. Ohne Studium wird es auch immer schwieriger aufzusteigen. Du kannst dir natürlich auch ohne Studium einen Rang erarbeiten, aber sobald du die Firma wechselst, was heutzutage ja keine Seltenheit mehr ist, musst du wieder von vorne anfangen. Da gibt’s dann Leute die sagen: „Der hat ja nichtmal studiert“.

Tobias: Ja, da dazu kann ich vielleicht etwas sagen, aus gesellschaftstheoretischer Sicht. Das ist natürlich schon eine Ungerechtigkeit. In unserer Gesellschaft wird die akademische Arbeit, die geistige Arbeit immer höher bewertet als die Praxis. Das ist ein Strukturprinzip. Das ist schade, denn wenn das Praxiswissen nicht so sehr anerkannt ist, geht auch wichtiges Wissen verloren, dass in der betrieblichen Praxis sehr wichtig ist.

Micha: So habe ich es auch bei meiner Arbeit im Kunden-Service-Center erlebt: Die Entscheidungsträger orientierten sich gerne an Präsentationen von Leuten, die frisch von der Uni kamen. Die Meinung der einfachen Sachbearbeiter, die die eigentlichen Experten im Tagesgeschäft sind, wurden deutlich weniger rezipiert. Da kamen schnell mal Sprüche wie: „Du wirst fürs Arbeiten bezahlt und nicht zum Denken“. Die Folge bei so was ist, dass praxisferne Beschlüsse am grünen Tisch gefasst werden. Die daraus resultierenden Probleme müssen dann oft die unteren Angestellten ausbaden.
Die Partizipationsmöglichkeiten im Betrieb sind oft sehr beschränkt. Den einzigen Rechtsanspruch, den man auf Beteiligung hat, sind die Betriebsräte. Und die sind oft ein heißes Thema.
Wenn ich da an die Uni denke, gibt es doch immerhin den Senat, den AStA, die Fachschaften und das Studierendenparlament. Da finden Studierende mehr Gehör, haben mehr Einfluss- und Entfaltungsmöglichkeiten. Und im Gegensatz zum Betriebsrat sind diese selbstverständlich.

Tobias: Wie sah es denn mit dem Thema Weiterbildung im Berufsleben aus?

Micha: Weiterbildung wird in den Betrieben nach außen hin gerne groß geschrieben, in der Praxis unterscheiden sich die Firmen in diesem Punkt aber stark. Natürlich gibt es Arbeitgeber mit exzellenten Aus- und Weiterbildungsangeboten, aber auch welche, bei denen sich das Thema auf reine Alibi-Veranstaltungen beschränkt oder gar nicht gefördert wird. In manchen Betrieben wird manschief angeguckt, wenn man z. B. von seinem Recht auf Bildungsurlaub gebraucht machen will.
Die Freiheiten und Wahlmöglichkeiten, die man im Studium hat, sind echt klasse. Und es gibt viele Qualifikationen, die man – wenn man genug Zeit dafür hat – ohne Extrakosten erwerben kann, man hat also praktisch eine Bildungs-Flatrate. Wenn du im Berufsleben stehst, zahlst du schnell mal nen dreistelligen Betrag – pro Kurs. Und bei weitem nicht jede Weiterbildung wird vom Arbeitgeber unterstützt.

Belkis: Ich hatte Glück, mein Arbeitgeber hat mich sehr ernst genommen. Er hat mich sogar beim Nachholen des Abiturs auf dem Abendgymnasium unterstützt. Nach dem ich die 10. Klasse auf der Hauptschule absolviert habe, fing ich eine Ausbildung als Bürokauffrau an. Mein Chef hat Weiterbildungen sehr gefördert, ich habe an einer Forschungseinrichtung gearbeitet und eine Fortbildung zur Studienassistentin gemacht. Als ich aufs Abendgymnasium ging, kam mir der Betrieb entgegen. Ich konnte immer pünktlich Schluss machen, um nicht zu spät zur Schule zu kommen. Unterschiede fallen mir vor allem zwischen der Schule und der Uni auf. An der Uni hat man schon sehr viel mehr Freiheiten und Wahlmöglichkeiten.

Micha: Das ist natürlich sehr erfreulich, wenn man vom Arbeitgeber so umfangreich unterstützt wird. In manchen Jobs hat man kaum noch die Zeit für die eigene Weiterbildung.

Belkis: Ja, das war auf dem Abendgymnasium auch so. Einige mussten abbrechen, weil sie zu viel arbeiten mussten im Betrieb, die Belastung war zu hoch.

Tobias: Ich finde das ohnehin schon eine unglaubliche Leistung, Vollzeit zu arbeiten und dann noch das Abitur zu machen. Wie viele haben denn abgebrochen?

Belkis: Einige haben dann nur das Fachabi gemacht, ganz abgebrochen haben etwa ein Drittel.

Tobias: Das können wir mal als ein Ergebnis unseres Gesprächsfesthalten: Der Arbeitgeber sollte einen dabei unterstützen, wenn man das Abitur nachholen will. Das ist also ein wichtiger Faktor bei der Frage der Durchlässigkeit des Bildungssystems, wenn es um die Durchlässigkeit zwischen Beruf und höheren Bildungsabschlüssen geht.

Tobias: Viele Studierende wissen nichts über die Arbeitsrealität. Sie kennen nur das Gymnasium und dann die Uni. Wie nehmt Ihr das wahr?

Belkis: Wir sind ja ein paar Jahre älter als die Leute, die gleich nach dem Abitur mit einem Studium anfangen und keine Ausbildung haben. Klar, dass man mit Studierenden, die so 18, 19 sind nicht die gleiche Erfahrungsebene hat. Grade die jüngeren Studierenden machen sehr viel „Party“, oft mehrmals die Woche. Das ist nicht so ganz unser Lebensstil. Trotzdem ergeben sich sehr nette Gespräche.

Micha: Vielen Jüngeren fällt es sicher einfacher, Dinge locker zu nehmen und mal Fünfe gerade sein zu lassen. Dafür haben wir vermutlich ein höheres Pflichtbewusstsein. Es gibt viele wertvolle Aspekte, die wir „Älteren“ in die Seminare einbringen können. Schließlich hat man ja in der Berufswelt nicht nur Fachkenntnisse gesammelt & angewandt, sondern auch einen ganz anderen Erfahrungshorizont gewonnen. Auch hat wohl manche DozentIn beruflich noch nie Schule/Uni verlassen, da können Perspektiven von außen sicher bereichernd wirken. Die wissenschaftliche Diskussion kann von Erfahrungen der Arbeitnehmer auf jeden Fall profitieren.

Tobias: Kennt Ihr denn auch Studierende, die wie Ihr aus der Arbeitswelt kommen und mit Mitte Ende 20 ein Studium beginnen?

Belkis: Ja, ich kenne einige. Da ist natürlich eine gemeinsame Erfahrungsebene da. Das tut mir auch gut, zu denen Kontakt zu haben. Aber mit den jüngeren Studenten ist vollkommen ok. Man fühlt sich irgendwie auch jünger, wenn man studiert.
Micha: Ja genau.

Tobias: Wie gefällt euch das Studentenleben?

Belkis: Am Anfang musste ich mich erst mal daran gewöhnen morgens nicht mehr ins Büro zu gehen sondern in den Hörsaal. Aber das Leben als Studentin gefällt mir sehr gut. Man lernt sehr viele interessante Menschen kennen und hat – mal abgesehen von den eigenen Studienfächern – durch Ringvorlesungen oder andere Vorträge die Möglichkeit seinen Horizont zu erweitern.

Micha: Ich finde das Studentenleben super und fühle mich hier wohl. Ich gehe gerne auch mal zu Vorträgen oder Diskussionsveranstaltungen, die ich nicht besuchen muss, einfach aus Interesse. Es ist ein ganz anderes Leben, als wenn man über 50 Stunden die Woche arbeiten muss, wie es bei mir zuletzt der Fall war. Dazu hatte ich noch, je nach Verkehrsmittel und Verkehrslage, 5-15 Stunden wöchentlich an Wegzeiten. Nicht nur im Winter war es da ganz normal, im Dunkeln aus dem Haus zu gehen und im Dunkeln wieder Heim zu kommen.

Tobias: Aber irgendwann ist auch das Studentenleben vorbei. Eigentlich kommt man dann ja auch in das Berufsleben mit einer „bürgerlichen Existenz“.

Micha: Das heißt aber nicht gleich, dass man 40-60 Stunden die Woche arbeiten geht und sonst nix vom Leben hat… Es geht auch anders, z. B. durch Arbeit von zu Hause oder eine Teilzeitstelle die man durch eine freiberufliche Tätigkeit und / oder ehrenamtliche, kreative Projekte ergänzt.

Tobias: Als Akademiker kann man vielleicht leichter alternative Lebensformen gestalten. Man kommt sozusagen in das „postmaterielle Milieu“ rein, wie es in der Soziologie heißt, wo andere Orientierungen und Werte gelten. Eine Sache brennt mir jetzt aber unter den Nägeln. Ihr habt viel von der Freiheit des Studiums gesprochen und das trotz der verschulten Bachelor-Studiengänge. In der „bildungsbürgerlich“ geprägten Bildungsstreikbewegung z.B. wurde gerade Einschränkung der Freiheit im Studium stark kritisiert. Die Uni wurde als Lernfabrik dargestellt. Ich finde Eure Wahrnehmung kontrastiert dazu auffällig. Das ist schon interessant.

Micha: In der O-Woche hatte ich bei den Reaktionen auf meine Fragen schon das Gefühl, als ob ich von der Bundeswehr käme… Ich war es eben in der Arbeitswelt anders gewöhnt und genieße jetzt im Studium diesen Freiheitsgewinn. Andererseits gibt es auch das Bulimie- und Auswendiglernen, das bei den Prüfungen de facto gefragter zu sein scheint als eigenes Denken und Kritikfähigkeit. Ich würde z. B. gerne erforschen, warum die Wahlbeteiligung bei den Wahlen zum Studierendenparlament so niedrig ist. Daraus könnte man eine interessante empirische Studie machen. Das ist im Rahmen des Studiums jetzt nicht möglich, da fühlt man sich schon etwas degradiert. Zumal man sich das wesentliche Handwerkszeug (Methoden der empirischen Sozialforschung & Statistik 1) schon im ersten Semester aneignen konnte.

Tobias: Micha, was Du da sagst ist eigentlich genau die Humboldt’sche Idee der Universität die eine Gemeinschaft von Lehrenden und Lernenden sein soll. Auch die Studierenden sollen schon in den Forschungsprozess mit einbezogen werden.

Belkis : Die Bolognareform hat die Bachelor-Studiengänge eingeführt, um die Studierenden schnell an den Arbeitsmarkt zu bringen. Es werden also nur Basiskompetenzen vermittelt, für das Forschen oder für die Entwicklung eigener Fragestellung ist das in der Tat nicht so gut. Ich finde allerdings, dass es auch Vorteile hat, wenn man zunächst einmal nur vorhandenes Wissen, bestehende Theorien, nachvollzieht. Man muss sich ja erst mal einlesen. Auf diesem Fundament können dann später eigene Interessen enstehen.

Tobias: Ja, das ist wahr. Es gibt aber auch Leute wie den Micha, die gerne gleich loslegen und ihrem eigenen Erkenntnisinteresse folgen möchten. Das nötige Basiswissen eignet man sich dann schon an.

Belkis: Ich kenne auch Magister-Studenten. Im Vergleich mit dem Bachelor-Studium ist das Magister-Studium viel freier.

Micha: Mit dem Bachelor ist man vielleicht etwas schneller am Arbeitsmarkt, aber dort mit diesem Abschluss oft kaum gefragt. Die Ziele von Bologna hören sich zunächst gut an, aber die Umsetzung ist bisher eindeutig nachteilig.

Belkis: Also brauchen wir die Reform der Reform.

Micha: Definitiv.

Tobias: Eine andere Frage: Also was könnte man aus Eurer Sicht tun, um mehr Menschen den Einstieg ins Studium aus dem Berufsleben heraus zu erleichtern?

Micha: Die Information ist das Entscheidende. So ist häufig gar nicht erforderlich das Abitur nach zu holen, das Studieren per Berufsqualifikation jetzt bundesweit (unter länderspezifischen Voraussetzungen) möglich ist. In NRW ist dies über die Berufsbildungshochschulzugangsverordnung geregelt. Eine Online-Datenbank zum Vergleich der Inhalte der Studiengänge wäre klasse, um sich ganz nach seinen Neigungen, Interessen und Anerkennungsmöglichkeiten orientieren zu können. Für die Studienentscheidung selbst ist aber die Frage nach der Studienfinanzierung noch wichtiger, also ob man Anspruch auf Bafög hat oder auf Pump studieren müsste.

Belkis: Es gibt auch andere Finanzierungsmöglichkeiten. Ich zum Beispiel habe ein Aufstiegsstipendium vom Bundesministerium für Bildung und Forschung . Das ist auch vielen unbekannt, dass es so etwas gibt.

Micha: Eine wesentliche Sorge meinerseits war, ob ich überhaupt noch Anspruch auf Bafög habe und ob ich damit über die Runden kommen kann. Fest steht: Ohne Bafög könnte ich mir das Studium nicht leisten. Ich tauschte Auto gegen Bummelbahn und eigene Wohnung gegen ein 12m² Zimmer. Viele fürchten einen solchen Verlust an Lebensstandart. Auch ich vermisse durchaus die Flexibilität, Mobilität und Freiheit, die ich durch das Auto hatte, dafür habe ich andere Freiheiten dazu gegewonnen.

Belkis: Studieren ist auf jeden Fall ein Gewinn. Immer. Das ist meine feste Überzeugung. Auch wenn es am Anfang mühevoll ist, es lohnt sich.

Micha: Manche machen sich auch Sorgen wegen des Alters. Wer eine Berufsausbildung und ein Studium hat wird in der Wirtschaft besonders gerne genommen. Gegebenenfalls lassen sich auch Leistungen aus der Berufsausbildung anrechnen.

Belkis: Es gibt natürlich auch einige Nachteile für Studierende, die aus der Berufswelt kommen, über die könnten wir auch mal reden.

Micha: Eine Benachteiligung liegt bei den Beiträgen für die Krankenkasse vor. Die sind nicht etwa an die Semesterzahl, sondern ans Alter gekoppelt. Ab 25 zahlst du aktuell 77,90 € und ab dem 30. Lebensjahr dann 145,64 Euro jeden Monat! Allein die Kosten dafür übersteigen die Studiengebühren deutlich. Kindergeld bekommt man i.d.R. schon lange nicht mehr und auch die ganz normalen Studierendenrabatte, etwa auf die Bahncard 25. Selbst im Schwimmbad gelten nur bis zum 26. Lebensjahr Studierendenrabatte. Vorher konnte ich die Ermäßigung nicht bekommen weil ich arbeiten ging, jetzt kann ich sie nicht bekommen, obwohl ich studiere. Kann das gerecht sein? Das unterstützt doch nur die Normbiografie, berufserfahrene Studierende werden
Und zur Qualifikation durch Ausbildung: Obwohl ich über 4,5 Jahre kaufmännische Ausbildung, was 2 Jahre Höhere Berufsfachschule für Betriebswirtschaft und 2,5 Jahre (verkürzt) Versicherungskaufmann verfüge, kann ich mir hier nichts (!) für ein Ökonomik-Studium anrechnen lassen.

Tobias: Das sind Dinge, die politisch bearbeitet werden müssen. Noch immer ist der Anteil von Studierenden aus Arbeitnehmerschichten insgesamt zu gering. Wir werden aber in diesen Bereichen, was die Arbeit an den gesetzlichen Rahmenbedingungen betrifft, weiter kommen. Ich wünsche Euch weiterhin alles Gute für Euer Studium, Danke für das Gespräch.

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14 Antworten auf „Aus dem Beruf ins Studium – ein Interview mit zwei Studierenden, die aus der Berufswelt kommen“


  1. 1 Kiwi 29. Juni 2011 um 5:45 Uhr

    auch wenn ich diesen Artikel nicht ganz zu Ende gelesen hab und ich ich auch kein Student bin, der großartig schwafeln kann, auch wenn man das als solcher „angehender Akademiker“ ja zwangsläufig müsste, werde ich diesen Artikel in meinem Unterschichtendeutsch kommentieren müssen:

    ihr habt ein gravierendes Problem in Deutschland. Ich erkläre mal den EQR – der europäische Qualifikationsrahmen könnte beruflich Qualifizierte in Deutschland gleichstellen. Barack Obamas beruflicher Doktorgrad wär in Deutschland sicher nie akzeptiert worden, da beruflich hier als minderwertiger gilt – deshalb soll due duale/schulische Ausbildung in Stufe 4 — wobei man dazu sagen muss, dass die duale Ausbildung nur Sekundarstufe 2 darstellt – das führt auch zu dem Kuriosum, dass man in DE mehrfach! die Sekundarstufe 2 besuchen kann ohne seinen Bildungsstatus zu verbessern!

    alle, die in Deutschland eine duale Ausbildung machen, wären anderswo schon lange Akademiker – denn kulturell bedingt ist im Ausland ALLES Higher Education! Was ganz im Humboldtschen Sinne nach langer Schulausbildung studiert wird! Darunter fällt in GB z.B. auch der Bachelor of hairdressing z.B. — der kommt genau wie Barack Obama in Stufe 6 des EQR – high qualified mit 1. Studienzyklus bzw. der beruflich erworbene Doktor in die 8

    die deutschen Berufe werden nie gleichgestellt werden, weil hier immernoch ein Denken aus dem Ständestaat herrscht – Akademische Bildung für den Bildungsbürger und einfache Bildung für den Arbeiter.

    das schlimme daran ist aber, dass massenhaft in Deutschland Personen ihre Lebenszeit vergeuden, weil sie alles doppelt belegen! Wie gesagt – mehrfach Sekundarstufe 2!!! Die Ausbildung vieler ist anderswo eigentlich der Bachelor – und danach kommt Master und in fast allen Berufen , z.B. bei der oral health (Zahnarzthelferin) der PhD der in die Forschung führt. Bei euch gibts das nur für wenige Segmente.

    Alle, die hier nach ner Ausbildung studieren machen oft ihren Beruf doppelt – die Erzieherin,die nach ihrer 5jährigen Ausbildung Frühpädagogik studiert macht eigentlich ihre Ausbildung doppelt und würde anderswo schon ihren Master machen können oder gar PhD!!!

    die OECD hat bereits seit den 1990er Jahren DE aufgefordert wie anderswo MEHR ALLGEMEINBILDUNG in die Berufsausbildung/Sekundarstufe 2 einzubringen, damit man IMMER gleichzeitig ein Abitur erhält!!! Passiert ist nichts! Deshalb besuchen alle nochmal Abendgymnasien etc. und verschwenden erneut ihre Lebenszeit, während von Korea bis Dänemark in der beruflichen Sekundarstufe 2 IMMER ein Abitur erfolgt (zw. 40 bis 70% Allgemeinbildung!) Bei euch will Wirtschaft das nicht! Und die bestimmt hier über die Ausbildung und hat seit dem immer mehr die Theoretischen Anteile rausgenommen in vielen Berufen!!!

  2. 2 Andreas 29. Juni 2011 um 5:52 Uhr

    Hallo Kiwi, das sind sehr spannende Anmerkungen!

  3. 3 Kiwi 29. Juni 2011 um 5:55 Uhr

    die Deutschen haben nur deshalb einen „Akademikermangel“ weil die ganzen Berufe hier anderswo immer Bachelor, Master und PhD sind — anderswo gibts oft nur diesen Weg! Viele von euch finden das evtl. schlecht, ich finde es gut – naja, außer natürlich, dass es andernorts oft GEbühren kostet, aber es ist halt alles gleichgestellt während bei euch vieles willkürlich unterteilt ist in minder- und höherwertig und die Lebenszeit verschwendet.

    ich hab auch auf dem Abendgymnasium ein Abitur gemacht – die 3 Jahre habt ihr mir hier geklaut! Die hätte ich gut gebrauchen können! Für mich ist es für ne echte Karriere jetzt zu spät — wenn ich nen Master machen würde, wär ich nachher schon Ende30…

    Higher Education ist kulturell bedingt weltweit alles was nach langer Schulbildung erfolgt — Gesamtschulländerkultur ist anders als bei euch! Handwerk ist da nichts minderwertiges in vielen Ländern! Es gibt in Ausstralien auch nen PhD für Carpentry z.B. --- das führt in Forschung rund um Holz und Konstruktion oder collegelehramt. Das läuft da nicht parallel und abgeschottet voneinander. Gebühren hin oder her aber diese Länder haben meiner Auffassung nach das hochentwickelste Bildungssystem der Welt! Ihr habt für ein entwickeltes Land ein besonders rückständiges! Das ist eine andere Kultur!

    in einigen Jahren wird es weltweit nur noch associates, Bachelor, Master und PhD geben — außer in den deutschsprachigen Ländern mit ihren mehrgliedrigen Schulsystemen und den dualen Ausbildungen. Aber auch wenn einige hier denken, was soll der Gärtner oder Koch an der Uni, so muss ich dazu sagen: nach allem was ich bisher gesehen hab, ist das Niveau dort auch höher als die Ausbildungen hier! Außerdem ist es nunmal eine andere Bildungskultur – ihr denkt zu deutsch in höher- und niederwertige Bildung.

  4. 4 Kiwi 29. Juni 2011 um 6:04 Uhr

    ich find den Kult um „Akademiker“ in Deutschland auch echt zum Heulen dämlich!!! Anderswo hätt ich schon längst High-School gehabt, hätte bereits ein Studium associate in Nursing und wär ein Bachelor in public adminstration – anderswo gibts das alles nur als Studium --- hier macht man nen Kult drum --- das ist anderswo nix besonderes --- da wär ich schon mehrfach einer gewesen…

    das ist auch der Grund, warum ich jetzt in DE noch schnell nen Bachelor mach — ich muss in die Stufe 6 des EQR, damit ich überall hin auswandern kann, denn mein Beruf wird anderswo IMMER Studiert und deshalb kann man nicht mit jedem deutschen Beruf überall hin --- der Bachelor macht mobiler --

    also sobald ich das Ding hab und ENDLICH „Akademiker“ auf dem Papier bin darf ich überall hin auswandern mit meinem „neuen Beruf“ ---

    lieber wärs mir gewesen, Der Ständestaat DE hätte mir meinen Bachelor of public administration anerkannt!!! Dann hätt ich nen Master machen können anderswo oder gleich auswandern… jetzt sitz ich immernoch 2 – 3 Jahre in diesem Land fest --- ich will in die Stufe 6 damit ich überall gleichberechtigt arbeiten kann – das ist nunmal international immer anerkannt.

  5. 5 Kiwi 29. Juni 2011 um 6:07 Uhr

    ihr könnt ja weiterhin euern „Akademikerkult“ in Deutschland ausführen und das anbeten — ich brauch nur den dämlichen Bachelor da sie meinen Beruf unter grenzdebil einordnen — alles mit Ausbildung gilt hier anscheinend als grenzdebil…. viel Spaß bei weiterer Anbetung des „Akademikers“"

    ich brauch nur den dämlichen Wisch – damit werd ich anderswo den gleichberechtigt eingestuft und kann ebenso verdienen wie der studierte Kollege im Ausland.

  6. 6 Kiwi 29. Juni 2011 um 6:18 Uhr

    achja, auf dem „Papier“ des EQR möcht ich nunmal nicht als Unqualifizierter dastehen als der britische akademische Friseur oder amerikanische Fußfleger (Podiatry) – soviel schlechter ist mein Beruf nun auch wieder nicht – da stell ich mich doch ein bisschen an!

    außerdem würd ich nachher keine Stelle anderswo bekommen, weil der Kollege dort immer den Bachelor hat in diesem Metier --- eure dualen Ausbildungen sind oftmals wertlos.

    dann betet mal schön weiter den „Akademischen Status an“ – wow – wat ganz dolles – mindestens immer IQ von 120″ Roten Teppich ausrollen nicht vergessen.

    ich wohn hoffentlich nachher in einem Land, wo schon alle Bachelor, Master und PhD haben — ich steh auf Gleichmacherei! Ich bin der größte Fan davon — ich hab da kein Problem mit.

  7. 7 Kiwi 29. Juni 2011 um 6:36 Uhr

    achja, selbst mit ner Weiterbildung zum Fachwirt, Meister etc.. landet man in DE im EQR unterhalb des Bachelordegrees – deshalb lohnte sich das auch nicht — da steht man wieder schlechter da als der Kollege im Ausland — zumindest mit meinem Bachelor of p.a. --- also fang ich mal wieder bei Null an wie so oft in DE --- erst 3 Jahre Abendgymnasium verschwenden, da man nicht mit der Ausbildung Allgemeinbildung vermittelt bekam etc…

    die duale Ausbildung ist übrigens Sekundarstufe 2, da zu wenig Theorie und zu viel Praxis --- das zählt im Ausland gerade so eben noch zu dieser Stufe – die anderen sind meistens tertiär gebildet – nach langer Schulbildung, naja anderswo machen nunmal alle HighSchool oder so 90%.

    und seit den 90er Jahren hat man in vielen Ausbildungen sogar immer mehr die Theorie rausgenommen und Allgemeinbildung statt mehr hinzu wie anderswo — das sind zumindest meine Kenntnisse.

    naja, wenn alles gut geht hab ich in spätestens 2 Jahren diesen Zettel in der Hand und dann kann ich mich gleichwertig bewerben --- ist halt nur ein problem, wenn der eigene Beruf anderswo immer! studiert wird — ist sicher nicht in allen Berufen ein Problem, aber in vielen. Aber in Zukunft wird das zunehmen, denn anderswo gibts sicher bald nur noch diese Grade.

  8. 8 Kiwi 29. Juni 2011 um 6:47 Uhr

    achja, wo ihr in DE so häufig den Namen „humboldt“ missbraucht, wobei ihr sein Bildungsideal ja immer nur den Gymnasiasten und Akademikern zugesteht!!!

    Humboldt wollte immer das Gymnasium für Alle — aber in letzter Konsequenz zu Ende gedacht wollte Humboldt damit auch tertiäre Ausbildung (= akademisch bzw. Higher Education) für ALLE!!

    Das kann nie geheißen haben, dass dann alle nur Ingenieure werden oder Historiker — das sind ja so die Klassiker, die ihr hier darunter versteht.

    in letzter Konsequenz ist das die totale Gleichmacherei aller Tätigkeiten — das seh ich so und anscheinend macht man das in vielen Gesamtschulländern so — und wie gesagt, nach allem, was ich bisher sah ist auch das Niveau höher als hier in den Ausbildungen.

    Humboldtsches Bildungsideal wird fehlinterpretiert – manche meinen immer, dass der praktische Tätigkeit ablehnte – abgewertet wurde das aber erst von den Vertretern des Ständestaates, die es separiert haben – in vielen anderen Ländern mit Highschool etc. hat man eine sinnvolle Synthese aus Beidem kreiert – Allgemeinbildung und das „praktischere“ --- da kann man in der Oberstufe classical studies genauso wählen wie Möbeltischlern oder Automechanik --- ist alles gleichgestellt und die wählen, was sie interessiert – wieso auch nicht — ist alles spezifisches Wissen.

  9. 9 Kiwi 29. Juni 2011 um 7:01 Uhr

    und falls noch jemanden interessiert, wieso ich nicht gleich Abitur gemacht hab --- bei euch wird man von der Grundschule an darauf konditioniert sich selbst für vollkommen verblödet zu halten! Ich war mal voll der schlechte Schüler bis Klasse 9 und bin in eurem Schulsystem überall gescheitert — so hab ich es gesehen – naja, hab ja noch den Wisch „Abitur“ bekommen – hab vorher immer gedacht, das wär was voll elitäres – nur für Intelligente und nicht was für so Leute wie mich — in meiner Familie gibts auch Sonderschüler

    naja – den Wisch hab ich jetzt und jetzt brauch ich noch den Nächsten und dann hab ich ENDLICH das Bildungsniveau eines Menschen aus einem Gesamtschulland erreicht!!

  10. 10 Kiwi 29. Juni 2011 um 18:37 Uhr

    ich wollte nur mal auf die Absurdität des deutschen Bildungswesens hinweisen! Ich denk häufig, ich bin im 19. Jahrhundert. Anderswo kann man in der Oberstufe auch immer beides belegen – handwerkliches und alte Sprachen — das ist moderne Bildung – ist gleichgestellt. Und so viel schlechter als hairdressing ist mein Beruf nun auch wieder nicht!

    Es hat mich auch niemand zum Innovationsfähigkeitstest eingeladen , komm ich in den EQR Stufe 4 — das heißt „ich bin nicht innovationsfähig“ – da landet anderswo der Highschoolabsolvent drin frisch von der Schule wahrscheinlich – ich frag mich woher die ohne einen solchen Test denn wissen wollen ,dass ich nicht innovationsfähig bin? Abgesehen davon, dass der gesamte EQR total schwachsinnig ist!

    Also sobald ich meinen Bachelor hab, bin ich auf einmal genauso innovationsfähig wie der britische Bachelor of hairdressing — offiziell! Obwohl wir auch nicht wissen, ob er besser frisiert als der hiesige Geselle.

    die Studienanfängerquote in Australien liegt bei 90% — vielleicht haben deutsche Politiker ja gedacht, da werden nur Ingenieure und Historiker ausgebildet – vielen trau ich sowas zu! Hoffentlich quetschen sie hier nicht zu viele Studenten in zu wenige Fächer rein, weil sie auf Krampf die Studienquote erhöhen wollen — mein Bekannter Dr. Biologie hat nichts gefunden mit seinem Studium. Biologen haben wir anscheinend schon genug!

    ich weiß nicht genau, wie da das Gebührensystem funktioniert, aber zumindest gibts da noch Leute, die sich auch trauen später noch ein weiteres Fach zu studieren, einer wechselte von fester Arbeit als Informatiker ins Studium Bachelor of nursing hab ich gelesen – also ganz so schlimm kann es evtl. dann nicht sein – das weiß ich nicht genau. In Schweden studiert der Bachelor of culinary arts auch ohne Studiengebühren an der Uni.

    einfacher wär ja, es machen wie anderswo gleich alle ein Abitur. Anderswo geht es anscheinend. Und dann haben alle ihre Sekundarstufe 2. Nur danach muss tertiäre Bildung kommen.

  11. 11 Kiwi 29. Juni 2011 um 19:19 Uhr

    die Studienanfängerquote liegt in Australien bei 90% — die können immer danach nen Master und PhD machen – fast in jedem Fach. Die haben auch vorher alle gleich die Sekundarstufe 2 besucht und ein Abitur gemacht – und danach muss immer tertiäre Bildung kommen – das ist nach der Sekundarstufe. Hier werden alle immer und ewig auf der Sekundarstufe 2 festgetackert, sogar wenn sie ein Abitur mitbringen! Durch die bisherige Bildungsexpansion sitzen in vielen Ausbildunen schon Abiturienten – die machen auch ständig die Sekundarstufe 2 – deshalb versteh ich auch nicht, wieso sie das machen freiwillig – ich durfte damals nichts anderes!

    und der EQR ist total hohl! Mein Beruf ist auch nicht schlechter als hairdressing.

  12. 12 Micha 03. Juli 2011 um 21:04 Uhr

    @ Kiwi: Da ist sicher einiges dran! Mein Wunschmasterstudiengang z.B. hat als wesentliche Voraussetzung einen Bachelorabschluss mit mindestens 30 LP in einem der Bereiche BWL, VWL, Politologie oder Soziologie. Nach 4,5 Jahren kaufmännischer Ausbildung und mehrjähriger Berufserfahrung in unterschiedlichen kaufmännischen Positionen sollte man das m. E. auch mehr als 30 LP wert sein!

    Ich hatte daher bei der TU München nachgefragt, doch die Aussage war klar: Ohne Bachelor geht nichts, keine Ausnahme!

    Und jetzt erwerbe ich mit dem entsprechendem Bachelor zum dritten (!) mal einen „ersten berufsqualifizierenden Abschluss“…

  13. 13 Kiwi 07. Juli 2011 um 19:52 Uhr

    @Micha

    Glaub, was ich Dir jetzt sage: Du bist bestimmt anderswo ein Bachelor! Anderswo sind die Bachelor nämlich das, was hier die duale Ausbildung ist – dir fehlte immer nur die Sekundarstufe 2 gymnasial bzw. mit Abituroption – und die wollte hier die Wirtschaft nicht, die über die Ausbildungen bestimmt!

    Das ist aber nicht Dein Problem – die müssen dich im EQR gleichstellen in Stufe 6, wie die anderen auch! Das ist deren Problem, nicht unseres! Vorne klammern sie am mehrgliedrigen Schulsystem und hintenrum importieren sie über Bachelor-Master-System und EQR die Gesamtschule der Angelsachsen!

    wir sind im 21. Jahrhundert und deren Denkschema ist immernoch im 19. – fast hätten die uns im EQR in Stufe 2 eingestuft – das ist vollends debil! Wollen Wir wetten, dass die dem fast zugestimmt hätten!!!! Ich weiß es!

    http://www.biceinternational.org/e_upload/pdf/unesco_world_declaration_on_higher_education_for_the_twenty_first_century_vision_and_action.pdf

    Zugang zu Higher Education und damit Abitur ist ein Menschenrecht! Die duale Ausbildung passt nicht dazu, es fehlt immer die Allgemeinbildung/mehr Theorie und es gibt nie ein Abitur.

    und die haben immer mehr davon rausgenommen! Jetzt sind da so komische Lernfelder — und jetzt gucken wir mal in das Dokument BaWü EK2: http://www.landtag-bw.de/Gremien/Enquete_Fit_fuers_Leben/EK2-gesamt-neue_fassung.pdf

    Der Grüne: Abg. Siegfried Lehmann GRÜNE: Da ging es darum: Wir haben eine Reform in Richtung Lernfeldkonzept, das die Ausbildung ja auch sehr stark in einzelne Abschnitte gliedert.
    Wodurch unterscheidet sich das eigentlich von Ausbildungsbausteinen? Sv. Dr. Frommberger: Lernfelder?
    Abg. Siegfried Lehmann GRÜNE: Ja.
    (Abg. Siegfried Lehmann GRÜNE: Ich weiß das natürlich schon! –
    Heiterkeit)

    ICH MÖCHTE GERNE MITLACHEN!!! Was ist so lustig an diesen Ausbildungsbausteinen und „Lernfeldern“?? Immer mehr Ausbildungen hier sind so konzipiert – ich fand die sahen unlustig aus – da hat man alles an allgemeinbildung noch mehr rausgenommen statt reingepackt! Die OECD hat was diametral anderes empfohlen!!

    und wieso sollen Bildungsträger da nachher Milliarden Fördermittel für „Bausteine“ erhalten, in denen jemand schlimmstenfalls nachher nur noch Bildungshäppchen kriegt? Unternehmen werden auch subventioniert mittlerweile, wenn sie die schlecht vorgebildeten Schüler nehmen, die wohlgemerkt erst hier schlecht gebildet worden! Eigentlich können Sie das Geld auch direkt investieren in tertiär-schulisch-akademische Bildung! Anderswo halten sie auch die Unternehmen da raus und in DE bilden auch lt. Dokument BaWü EK2 nur noch 23% der UN aus!

    und wollen wir demnächst auch den Hairdresser an der FH gebührenpflichtig anbieten? Könnt man die nicht einfach gleichstellen im EQR – die müssen nicht alle nachher noch mal den Beruf auf etwas höherem Niveau studieren. Die müssen nicht immer alles doppelt machen – hätten es ja gleich vernünftig anbieten können – z.B. Erzieherinnen etc.

    Denen fehlt immer nur die Sekundarstufe 2 allgemein gebildet! Mehr nicht! Das haben die quasi übersprungen – hat man denen ja oft vorenthalten.

    aber jeder dessen Kollege im Ausland in die Stufe 6 kommt, muss eigentlich auch im EQR in die 6! Alles andere wär fiese!

    ich hätt gern meinen Bachelor – ich kann nichts für deren System hier. Aber der steht mir zu! Das ist deren Problem, nicht meines!Sie könnten ja gleich jedem ne vernünftig durchlässige Highschool/Gemeinschaftsgymnasium anbieten!

    also ich will meinen Bachelor haben! Wollt ihr wirklich für IMMER im 19. Jahrhundert bleiben??? Ich will ins 21. und da sind nunmal alle gleichgestellt! Der Ständestaat ist vorbei!

    http://www.youtube.com/watch?v=K57f7AWsYuQ

  14. 14 Kiwi 07. Juli 2011 um 21:15 Uhr

    die ersten 60 Mio Fördermittel für 3700 Jugendliche – macht 16216,22 EUR pro Nase ---- also ich entwerf euch ein klasse Konzept für ein neues Fach mit interessantem Curriculum für lau! Da verdient dann keiner dran – kann direkt da reingeleitet werden. Wetten die haben gerade mal einen Baustein oder so und nicht mehr. Die müssen nachher einzelnd abgerechnet werden sicherlich und für nen vollständigen Beruf muss man wahrscheinlich alle 8-10 Bausteine einzeln bezahlen! Die UN sind so sowieso irgendwann aus der Finanzierung raus, wenn es so weitergeht – wieso sollen die nachher selbst ausbilden, geht doch so viel preiswerter für die.

    und mancher kriegt nachher nur einen Baustein und macht stupide nur eine Sache bis zum Ende. Und wo sind die allgemeinbildenden Anteile alle hin – ich hab davon nicht mehr viel gesehen – ich seh nur Betriebsablaufsimulation.

    die haben auch die Ausbildungen an den EQR angepasst, damit er ja nur in die Stufe 4 reinpasst! Anderswo wird der gleiche Beruf aber studiert und die haben Fachsystematik und Hintergrundwissen und vorher Abitur.Irgendwann kann man mit ner Ausbildung nicht mal mehr in Stufe 2 des EQR. Wieso nur hab ich den Eindruck, dass man das anderswo nach oben anpasst und hier nach unten? Man könnte das Vorbildungsniveau erhöhen – andere schaffen Abiturquoten von 80% – Dänemark und Frankreich z.B.Australien noch mehr.

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