Archiv für November 2011

Kritik der Bevölkerungsbiologie

Der AStA der Uni Münster führt zwei aufeinander aufbauende Veranstaltungen zur Kritik der Bevölkerungsbiologie durch.
Die Veranstaltungen beginnen um 19.30 Uhr. Die Veranstaltung am 12.12. findet im Occupy-Camp statt. Die Veranstaltung am 19.12. voraussichtlich auch, das wird kurzfristig noch bekanntgegeben. Dort ist ein nagelneus winterfestes beheiztes Zelt. Servatiiplatz, nähe Iduna-Hochhaus, an der Promenade, Paul-Wulf-Statue, nähe Bahnhof (jetzt dürfte es jede_r finden).
BevölkerungsbiologieAm 12. Dezember referiert der Journalist Michael Billig über die Rassenhygieniker an der Uni-Klinik Münster nach 1945. Eugeniker und Bevölkerungsbiologen, die an der rassenhygienischen Sterilisierungs- und Vernichtungspolitik der Nazizeit aktiv beteiligt waren, wurden nicht nur Dekane an der Uni-Klinik, sondern trugen zum Teil auch dazu bei, dass die Ideologie der Eugenik auch nach 1945 in Deutschland und weltweit Verbreitung fand.
Daran anschließend wird am 19. Dezember auf die Quellen Thilo Sarrazins eingegangen. Sarrazin selber ist ja weder Mediziner, noch Begabungsforscher, Entwicklungspsychologe, Genetiker oder Genealoge. In seinen Quellen bezieht er sich auf Wissenschaftler, die ihrerseits auf deutlich rassistische Magazine wie „Mankind Quarterly“ zurückgreifen, einem Magazin, welches vom Nazi Verschuer mitgegründet wurde, womit sich der Zusammenhang zur ersten Veranstaltung hergestellt ist.
Die Veranstaltungen finden statt im Occupy-Camp, Servattiplatz, passend unter der Paul Wulf Statue. Bei Unwetter oder Räumung der Camps werden die Veranstaltugen im S1 im Schloss stattfinden.

Guttenberg: Vorerst gescheitert

Von Andreas Kemper

Bei einigen Dingen erübrigt sich die Kommentierung, sie ist auch kaum möglich, weil diese Dinge sprachlos machen. Bourdieu nennt es „The sense of one’s place“, den Sinn für seinen Platz. Guttenbergs Platz ist oben. Er will 2013 zurück in die Politik. Mein Tip: Es gibt einen FDP-Putsch, Guttenberg lernt in den Vereinigten Staaten schon mal bei der Tea Party und wird mit Unterstützung von Henkel die rechtskonservative Partei „F.D.P. – Die Freien“ nach Haiders und Wilders Vorbild anführen. Dabei unterstelle ich Guttenberg gar keine rechte Gesinnung. Jemand der so dreist eine Doktorarbeit plaggiiert, alles bis zum letzten bestreitet, und nach einer Pause meint, sein Platz sei oben, der hat keine Werte außer Karriere. Und diese Karriere wird ihm garantiert durch die Leute, die schon lange an einer Haider/Wilders-Partei stricken, denen aber eine entsprechende Figur fehlte.

In Memorian F. J. Degenhardt

Verein zum Abbau von Bildungsbarrieren e.V.

Der Verein zum Abbau von Bildungsbarrieren e.V. kann ab dem 1.1.2012 Spendenbescheinigungen ausstellen. Ein zentrales Anliegen ist die Finanzierung des Dishwasher. Die Website findet ihr hier: http://vereinzabiba.de Dort ist auch ein Onlineformular zu finden, mit dem ihr die Mitgliedschaft beantragen könnt. Die Mitgliedschaft ist nicht mit Vereinsbeiträgen verbunden, wir würden uns über jeden freiwilligen Mitgliedsbeitrag freuen.

Soziale Ungleichheit bei der Wahl der Hochschule

Pressemitteilung des Hochschul Informationssystems (HIS) vom 03.11.2011

Vor dem Hintergrund der Bildungsexpansion wurde mit der Exzellenzinitiative und den Hochschulrankings ein Differenzierungsprozess angestoßen, der die Hochschullandschaft zunehmend in vermeintlich qualitativ „bessere“ und „schlechtere“ Standorte unterscheidet.

Der Leitartikel des HIS:Magazins 4|2011 „Soziale Ungleichheit bei der Wahl der Hochschule?“ widmet sich den Fragen: Wer studiert an einer renommierten Hochschule und welche Auswirkung haben die veränderten Rahmenbedingungen auf die herkunftsspezifischen Unterschiede bei der Hochschulwahl? (mehr…)




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