Archiv der Kategorie 'Rezensionen'

Eishockey und der Mythos der Meritokratie

Im Folgenden findet Ihr die Übersetzung des Artikel „Hockey and Myth of Meritocrazy“ von Heide Frymiller. Sie ist derzeitige Präsidentin der „Working Class Students Union“ der University of Wisconsin – Madison, USA. Wir haben vereinbart gegenseitig Blogartikel zu übersetzen und zu verbreiten. Hier nun der erste Artikel:

Eishockey und der Mythos der Meritokratie


Ich habe gerade eine der neuesten Ergänzungen unserer WCSU Bibliothek, Outliers: The Story of Success, gelesen . Ich empfehle das Buch sehr, vor allem für jeden, der an einem kritischen Denken interessiert ist über den Prozess der sozialen Ordnung und über tief verankerte kulturelle Vermächtnisse und wie diese mit sozialer Klasse zusammenhängen. (mehr…)

Wechselwirkende Ungleichheiten

Über Gabriele Winker und Nina Degeles „Intersektionalität. Zur Analyse sozialer Ungleichheiten“

Von Andreas Kemper

Der Begriff „Intersektionalität“ kommt aus dem us-amerikanischen Sprachgebrauch („Intersection“) und bedeutet wörtlich Überschneidung. Gemeint ist damit die Überschneidung von Unterdrückungen und Diskriminierungen. Beispielsweise kann eine türkische Frau in Deutschland diskriminiert werden, weil sie eine Frau ist und weil sie aus der Türkei kommt. Sie kann sich aber auch in ihrer Identität als Türkin diskriminiert fühlen, ohne dass sie auf Kategorien wie Geschlecht und Rasse zurückgreift oder sich mit anderen Frauen oder mit anderen von Rassismus betroffenen Menschen verbunden zu fühlen. (mehr…)

Ohne Netz – die Erfahrung von in der Arbeiterklasse aufgewachsenen Frauen

Von Olaf Götze

Das Buch „Without A Net – the female experience of growing up working class“, was übersetzt bedeutet „Ohne Netz – die Erfahrung von in der Arbeiterklasse aufgewachsenen Frauen“ ist eine beeindruckende Sammlung von 30 Geschichten unterschiedlicher Frauen, die allesamt eines gemeinsam haben: Sie wuchsen in armen Verhältnissen auf und verarbeiten diese Erlebnisse und Erfahrungen in ihrer ganz eigenen, unverkennbaren Sprache. Michelle Tea hat dieses Buch zusammengestellt und es geschafft mit den kurzen Episoden aus dem Leben ganz unterschiedlicher Frauen das Gefühl zu vermitteln, was es heißt, in der amerikanischen Unterschicht aufgewachsen zu sein, doppelt oder dreifach benachteiligt zu werden und auch den Aufstieg zu schaffen, ohne jedoch jemals die eigene Herkunft ganz hinter sich lassen zu können. (mehr…)

Eltern und Kinder unter Druck

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung widmet sich in den „Hamburger Skripte 20″ der Problematik der Bildungsbenachteilung von Arbeiterkindern. Hier eine kurze Selbstdarstellung der Inhalte von „Eltern und Kinder unter Druck“:

Eltern und Kinder unter Druck. Beiträge zur Auseinandersetzung um die Primarschule von Dora Heyenn, Jan Feddersen, Klaus Bullan, Kay Beiderwieden. (Hamburger Skripte 20)

Schule ist ein Dauerthema, nicht nur in den Familien – auch in der Politik. In Hamburg haben wir eine jahrzehntelange zermürbende Auseinandersetzung erlebt, in der es immer darum ging, ob das Gymnasium besser ist als die Gesamtschule oder nicht. (mehr…)

Bestellt und nicht abgeholt

Rezension

Von Andreas Kemper

Tellerwäscher_innen kennen das Problem: manchmal kommen volle Teller mit dem Essen zurück. Sie wurden bestellt, aber nicht angenommen und das gute Essen landet im Müll. Diese Arbeitsverschwendung gibt es auch in anderen Bereichen. So werden die Kompetenzen und Leistungen von „Arbeiterkindern“ im Bildungssystem zu wenig anerkannt. „Bestellt und nicht abgeholt“ ist die Doktorarbeit von Lars Schmitt zum Thema „Soziale Ungleichheit und Habitus-Struktur-Konflikte im Studium“. (mehr…)




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