Unsere politische Arbeit umfasst derzeit verschiedene Schwerpunkte:

Kritik an Latein-Voraussetzungen

Wir fordern, dass die gängige Latein-Praxis bspw. an Hochschulen in NRW in bestimmten Lehramtsstudiengängen überdacht wird. Wenn schon Lateinkenntnisse beim Abschluss verlangt werden, dann haben die Hochschulne dafür Sorge zu leisten, dass Latein-Kurse im Studium ermöglicht werden, ohne dass dies zu einer Mehrbelastung für die Studierenden wird. D.h. wer Latein belegt, sollte von einem anderen Modul befreit werden. Dies ist unsere Minimalforderung. Ob Latein nicht hauptsächlich als Selektionsinstrument dient und Studierende mit einer Herkunft aus arbeiterlichen Milieus benachteiligt, sollte gelegentlich mal untersucht werden.
Siehe auch: Latein als Studienhürde

Durchführung der 15. Tagung der Working Class Academics

Die 15. Tagung der Working Class / Poverty Class Academics wird im Juli 2011 in Münster stattfinden. Bei dieser Gruppe handelt es sich um einen informellen Zusammenschluss von AkademikerInnen oder Hochschullehrenden mit einer sogenannten „niedrigen sozialen Herkunft“. Die Tagung ist offen, d.h. es können auch Nicht-AkademikerInnen teilnehmen. Weitere Infos: 15. Tagung der Working Class Academics

Leistungsbezogene Mittelvergabe sozial dimensionieren

Am 20.12.2010 übergaben wir Svenja Schulze, der NRW-Bildungsministerin, ein Papier, welches dazu auffordert, die Höhe der Mittelvergabe des Landes NRW an die Hochschulen davon abhängig zu machen, wieviele Arbeiterkinder an den Hochschulen absolvieren und promovieren: Leistungsbezogene Mittelvergabe sozial dimensionieren.

Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz und Antidiskriminierungsstelle

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz kennt nicht die Diskriminierung aufgrund der „sozialen Herkunft“. Dies hat u.a. zur Folge, dass in einer aktuellen Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes zur „Diskriminierung an Hochschulen“ die Diskriminierung aufgrund der sozialen Herkunft (Arbeiterkinder an Hochschulen) nicht separat wie die anderen Diskriminierungsformen erforscht werden. Dies kritisieren wir und erwarten eine Erweiterung der Diskriminierungsforschung sowie eine Erweiterung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes.

Erste Erfolge zeigen sich im Forschungsprojekt „Diskriminierungsfreie Hochschule“. So findet sich explizit auf der Homepage der Antidiskriminierungsstelle im Forschungsbereich zu „Diskriminierung in Hochschulen“, dass nun doch zu „Sozialer Herkunft“ geforscht werden soll: ADS erkennt soziale Herkunft an.

Neues Stipendiengesetz

Der neue Stipendienentwurf sieht nicht automatisch eine Berücksichtigung der sozialen Herkunft vor. Dies sollte aber berücksichtigt werden, da Studierende mit einer niedrigen sozialen Herkunft sehr viel seltener Stipendien erhalten und zugleich sehr viel nötiger haben als andere Studierende.

Kampagne zur Aufhebung der Benachteiligung an Hochschulen

- ist in Vorbereitung –

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