Tag-Archiv für 'die-grünen'

Münsteraner Arbeiterkinder-Referat jetzt autonom

Das münsteraner „Referat für finanziell und kulturell benachteiligte Studierende“ (Arbeiter*innenkinder-Referat) ist nach einer Vollversammlung von studierenden Arbeiterkindern 2003 gegründet worden. Es wurde bereits damals gefordert, dass das Referat auch in der Satzung des Studierendenparlamentes aufgenommen wird, wozu es aber eine Zweidrittel-Mehrheit geben musste.

Ich freue mich, mitteilen zu können, dass gestern nach einem neunjährigen Kampf das Referat in die Satzung verankert wurde. In der dritten Lesung wurde mit 22:0:0 Stimmen dem Antrag der Vollversammlung studierender Arbeiterkinder zugestimmt. Anwesend waren Jusos, Grüne, Unabhängiges Fachschaftenforum und Demokratische Internationale Liste (der RCDS war nicht mehr anwesend).

Die einstimmige Befürwortung ist ein wichtiges Signal, weil sie auch eine Beurteilung der konkreten Arbeit des Referates beinhaltet.

In diesem Zusammenhang möchte ich auch auf die neue Website des Fikus-Referates hinweisen: http://www.fikus-muenster.de/

Lern nicht mit den Schmuddelkindern

Artikel von Brigitte Schumann im Freitag, 13.06.2011

Lern’ nicht mit den Schmuddelkindern
SPD und Grüne rücken vom Leitbild einer „Schule für alle“ ab. Die Bildungsreformer sollten von der Anti-Atom-Bewegung lernen

Brigitte Schumann ist Lehrerin und war von 1990 bis 2000 bildungspolitische Sprecherin der Grünen im Landtag von Nordrhein-Westfalen

Die Grünen – eine Abiturientenpartei

Aus dem Freitag, 31.03.2011, Ulrike Winkelmann
Die Grünen – eine Abiturientenpartei
„Die Grünen sollen jetzt eine Volkspartei sein. Das stimmt – und wieder nicht. Auf Arme und Arbeitslose muss die Partei jedenfalls keine Rücksicht nehmen, sagt das DIW.“
Zum Freitag-Artikel

Viel Ungleichheit, kaum Bewegung

Die den GRÜNEN nahestehende Heinrich-Böll-Stiftung hat eine Studie zu sozialem Auf- und Abstieg in Deutschland vorgelegt, die ein weiteres Puzzlestück in einer Vielzahl von aktuellen Studien zur Widerlegung der Leistungsideologie darstellt. Reinhard Pollak, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung konstatierte in der Studie „Kaum Bewegung, viel Ungleichheit“,

  • dass der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und eigener Klassenposition bei den Jahrgängen 1960-1969 und 1970-1979 wieder stärker wird (S. 29ff.),
  • „dass der Einfluss des Elternhauses auf eigene Mobilitätschancen in kaum einem anderen Land so stark ausgeprägt ist wie in Deutschland“ (S. 38),
  • dass vielen „Bürgerinnen und Bürgern“ nicht bewusst sei, „dass wir uns deutlich mehr Chancenungleichheiten leisten als andere Länder und dass diese Ungleichheit nicht notwendig ist, um den Lebensstandard zu halten“ (S. 53).

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Der deutsche Traum

An einer Umwertung bzw. Neuwertung des „deutschen Traums“ versucht sich die Heinrich-Böll-Stiftung mit dem Blog: „Was ist der deutsche Traum?“ Hier finden sich interessante Beiträge zur Bildungsbarrieren. In der Selbstverständniserklärung heißt es:

„Durch eigene Anstrengungen in der Gesellschaft voran kommen, ohne durch ethnische, räumliche oder soziale Herkunft gehindert zu werden: Kann es trotz der vielen Blockaden, die heute in der Bildung und bei der Integration Zugewanderter der sozialen Mobilität im Wege stehen, einen solchen „deutschen Traum“ geben? Dieses Blog diskutiert, ob das Ideal einer aufstiegsoffenen Gesellschaft für emanzipatorische Politik taugt.“

Die Politik als sozialer Raum, der von akademischen Mittelschichten dominiert wird

Veranstaltung vom Fikus-Referat Münster. Referent: Tobias Fabinger

Die Politik als sozialer Raum, der von akademischen Mittelschichten dominiert wird
- Über den ungleichen Zugang für verschiedene soziale Milieus zur Politik, am Beispiel der Grünen und am Beispiel des Hamburger Schulkampfes

Die Politik ist sehr stark von akademischen Mittelschichten geprägt; dies trifft auch für die Hochschulpolitik an der Uni Münster oder etwa für die Kommunalpolitik zu. In einigen Parteien verstärkt sich diese soziale Homogenisierung noch, da sie nur bestimmte Milieus ansprechen. Auch bei Volksentscheiden dominiert die Mittelschicht den politischen Raum. Es ist also die Frage, welche politischen Praxen geschaffen werden können, damit die arbeiterlichen Milieus politisch sichtbar werden und ihre Interessen vertreten können. (mehr…)




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