Tag-Archiv für 'forschung'

Eurostudent-Studie: Höchste soziale Selektivität in Deutschland

Von Andreas Kemper

Wieder einmal wird die hohe soziale Selektivität des deutschen Bildungssystems bestätigt. Diesmal die des Hochschulsystems im Europäischen Vergleich. In Deutschland haben nur 2% der Studierenden Eltern mit einem „low-educational-background“ aber 69% der Studierenden Eltern mit einem „high-educational-background“. Die Vierte Eurostudent-Studie hat diesmal einen Schwerpunkt auf die soziale Herkunft und beleuchtet dieses Thema sehr differenziert. Europameister ist das deutsche Hochschulsystem noch in einer anderen Weise: es ist das einzige europäische Land, in dem mehr Männer als Frauen studiert. Der Handlungsbedarf ist also nach wie vor groß. Eine Studie von Holger und Tino Bargel vom letzten Jahr befasste sich mit den Ungleichheiten und Benachteiligungen aufgrung der sozialen Herkunft der Studierenden.
Wir haben für den 8.-10. Juli 2011 eine internationale Tagung organisiert, die sich explizit mit den Benachteiligungen im Hochschulsystem befassen wird, wo vor allem Selbsthilfe-Organisationen von Arbeiterkindern zu Wort kommen werden: http://wcpca.wordpress.com .

Veranstaltung: Anne Schlüter: „Arbeiterkinder“ an der Hochschule

Im Rahmen der Ringvorlesung der Katholischen Fachhochschule Münster wird Prof. Dr. Anne Schlüter von der Uni Duisburg/Essen einen Vortrag über „‚Arbeiterkinder‘ an der Hochschule“ halten. Anne Schlüter hatte bereits Anfang der 1990er Jahre eine Tagung zu „Arbeitertöchtern“ organisiert und in diesem Rahmen die Sammelbände „Arbeitertöchter und ihr sozialer Aufstieg“ und „Bildungsmobilität. Studien zur Individualiserung von Arbeitertöchtern in der Moderne“ herausgegeben. 1999 erschien ihre Arbeit „Bildungserfolge. Eine Analyse der Wahrnehmungs- und Deutungsmus­ter und der Mechanismen für Mobilität in Bildungsbiographien.“ im Verlag Leske&Budrich.
Termin: Mittwoch 1.12.2010, 13.30-14.15 Uhr mit in der Kath. Hochschule, Piusallee 89, 48147 Münster, Raum 3.
Ringvorlesung Übersicht

Kostenfreier Zugang zu Forschungsliteratur

Von Andreas Kemper

Die Universitäts- und Landesbibliothek Münster (ULB) beteiligt sich mit einem Infostand aktiv an der 2. International Open Access Week vom 18. bis zum 24. Oktober 2010 im Foyer der ULB am Krummen Timpen. Ziel ist, für den freien Zugang zu Wissen und Information aus öffentlich geförderter Forschung zu werben und darüber zu informieren. Gerade für Arbeiterkinder ist der freie Zugang wichtig. Weitere Informationen finden sich hier: Miami / Open Access Woche in Münster

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Sarrazin nicht in der Lage Korrelation zu interpretieren!

Von Carl

In den letzten Wochen ist viel über Sarrazin, seine politische Meinung, seine Intention und so weiter berichtet worden.
Eines aber ist kaum hinterfragt worden: Sind seine statistischen Methoden richtig. Jetzt zeigt sich: Sie sind es nicht? (mehr…)




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