Tag-Archiv für 'hamburg'

Uni Hamburg: Vollversammlung von Arbeiter*innenkindern geplant

Hier eine Mitteilung des Fachschaftsrat Sozialökonomie (der Fachbereich Sozialökonomie war ursprünglich die Hochschule für Wirtschaft und Politik/ HWP, welche als ehemalige Gewerkschaftshochschule einen hohen Anteil von Arbeiterkindern hat):

Teilautonomes AStA-Referat für Arbeiterkinder und gegen Klassismus

Warum ein Teilautonomes AStA-Referat für Arbeiterkinder und gegen Klassismus? Wir sind eine durch Klassismus diskriminierte Minderheit an der Universität Hamburg. Kennst du das Gefühl, anders wahrgenommen zu werden, als die meisten deiner Mitstudierenden aus akademischen Elternhäusern? Findest du es unfair, weniger finanzielle Unterstützung aus dem Elterhaus zu bekommen als andere Studierende? Hast du niemanden in deiner Familie mit Studiumserfahrungen, denn du um Rat fragen kannst? Musstest du dir einen vollkommen neuen Freundeskreis an der Uni aufbauen? Kann dich ein Fachschaftsrat, Studierendenparlament oder AStA überhaupt in allen Fragen vertreten und beraten, obwohl dort deine Probleme nicht aus eigenem erleben bekannt sind? Musstest du härter und mehr lernen, um überhaupt die Chance zu bekommen zu studieren? Willst du auf das Mitleid der finanziell und kulturell besser gestellten Mehrheit im AStA angewiesen sein oder deine Interessen selber zusammen mit anderen Studierenden solidarisch vertreten? (mehr…)

„Inside AStA“ – Das Allgemeinheitsproblem

Von Andreas Kemper
Vor ziemlich genau hundert Jahren wurden erstmals Studierende nicht mehr nur durch elitäre Burschenschaften vertreten, sondern durch allgemeine Studierendenausschüsse. Vor hundert Jahren also gab es bereits Bestrebungen, die Vielfalt der Studierenden durch einen Allgemeinen Studierenden-Ausschuss (AStA) abzubilden. In den 1970er Jahren zeigte sich, dass die allgemeine Wahl zu einem Studierendenparlament nur formal die allgemeinen Interessen der Studierendenschaft spiegelt. Daher erstritten sich Frauen, ausländische Studierende, Schwule, Lesben und behinderte/chronisch kranke Studierende autonome Vertretungen mit eigenen Vollversammlungen und Wahlen. Leider zeigen die Auseinandersetzungen um den Film „Inside AStA“ in Hamburg, dass Allgemeine Studierenden-Ausschüsse nicht unbedingt allgemein, sondern mitunter aus der Burschenschaften-Perspektive (deutsch, männlich, hetero, sozial privilegiert) agieren. Wie ernst nehmen die Allgemeinen Studierenden-Ausschüsse ihre autonomen Anti-Diskriminierungs-Referate?

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Verhandlungen um Schulreform in Hamburg gescheitert

Die Verhandlungen zwischen dem Senat und der Initiative „Wir wollen lernen“ in Hamburg sind gescheitert. Konkret ging es um die Verlängerung der Grundschulzeit von vier auf sechs Jahre und die Abschaffung des „Elternwillens“ bei der Entscheidung, auf welche Schule die Kinder nach der sechsten Klasse sollen. (mehr…)

Der Klassenkampf der reichen Eltern in Hamburg

von Andreas Kemper

Die Hamburger Schulreform

Seit einigen Wochen proben die Eltern aus den reichen Stadtvierteln Hamburgs den Aufstand. Sie wollen eine Schulreform durch einen Volksentscheid verhindern.

Mit der schwarz-grünen Regierung sollen in Hamburg die vierjährige Grundschule und die daran anschließenden Hauptschulen, Realschule und Gymnasien ersetzt werden durch eine sechsjährige Primarschulen und daran anschließende Stadtteilschulen bzw. Gymnasien. Die Stadtteilschulen gehen bis zur zehnten Klasse, hieran anschließend kann man eine dreijährige Oberstufe besuchen, die zur Allgemeinen Hochschulreife führt. Die Gymnasien sollen schon nach der zwölften Klasse zum Abitur führen. (mehr…)




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