Tag-Archiv für 'heinsohn'

Unterschätzte Geburtenneigung

Von Andreas Kemper
Das Max-Planck-Institut für demografische Forschung hat die Geburtenrrate in Deutschland von 1,4 auf 1,6 Kindern pro Frau nach oben korrigiert. Der Fehler der bisherigen Erfassung der Geburtenrate lag im Übersehen des sogenannten „Tempo-Effektes“. Frauen schieben die Geburten immer wieder weiter nach hinten. Insbesondere Frauen, die nach 1970 geboren wurden, bekommen demnach sehr viel häufiger Kinder als angenommen. Der Dishwasher hatte bereits vor zwei Jahren ein Interview mit Professor Hufnagel-Person geführt, der auch auf diesen Aspekt aufmerksam gemacht hatte und vor allem darauf verwies, dass die sogenannte Akademikerinnen-Kinderlosigkeit maßlos übertrieben würde. Denn es sind vor allem Akademikerinnen, die aufgrund ihrer Biografie später bekommen. (mehr…)

Aufgeschnappt: „Ausbildungsunfähige Jugendliche“

Gunnar Heinsohn zur Frage, warum es in Großbritannien, aber nicht den USA Aufstände gibt:

„Das liegt daran, dass Bill Clinton 1997 ein Gesetz gegen eine schnell zunehmende Jugend, die nicht ausbildungsfähig ist und ihre zahlenden Mitbürger mit Gewalt bedroht, etablierte: Körperlich gesunden Amerikanern kürzte er den bis dahin lebenslangen Rechtsanspruch auf Sozialhilfe auf fünf Jahre.“ Tagesanzeiger: „Das ist kein englisches Problem“, 11.08.2011

Diese eugenischen Forderungen hatte er zuletzt 2010 in mehreren Zeitungen von sich gegeben.

„… in die Bildungsferne geboren“ Neues von Heinsohn

Von Anreas Kemper
Die WELT-Online hält es für notwendig, dass Herr Heinsohn seine Polemiken noch einmal wiederholen darf. Er nennt in seinem Gastkommentar vom 20.03.10 keine neuen Argumente, sondern wird noch perfider: die Hartz-IV-Mütter seien unschuldig. Sie würden durch die hohen Transferleistungen verführt und dann später vom Staat als Schlampen bezeichnet, weil sie das Geld annehmen (welche Leistungen eigentlich? Kindergeld kann er ja wohl nicht meinen, das wird schließlich mit dem ALG-II verrechnet, Elterngeld gibt es nur für ein Jahr und zwar nur ein Sechstel der Transferleistungen, die Gutverdienende erhalten). Besser also erst gar nichts geben? (mehr…)

Bürgerliche Medien forcieren Sozialeugenik

Die Sozialhilfe muss auf fünf Jahre beschränkt werden, damit weniger dumme und kriminelle „Unterschichtskinder“ geboren werden. Diese sozialeugenische Forderung konnte Gunnar Heinsohn bislang in der Welt-Online breittreten, jetzt bietet ihm auch die FAZ.net ein Forum für seinen Klassenrassismus. Wir berichteten bereits im Dishwasher über die Moderne Sozialeugenikdebatte, daher verweise ich nur auf einen kritischen Artikel in telepolis: Das unwerte Hartz-IV Leben

Aufgeschnappt

Gunnar Heinsohn: Wie man mit viel Geld Armut vermehrt, Welt-Online, 09.02.2010
„Höhere Sozialleistungen steigern die Geburtenrate von arbeitslosen Frauen. […] Die Deutschen haben bei einer schrumpfenden und vergreisenden Einwohnerschaft 20 Prozent aller Kinder auf Hartz IV […] In Deutschland explodiert die Zahl verhafteter 18- bis 20-jähriger Gewalttäter zwischen 1994 und 2008 von 19 000 auf 37 000. […] Um zu verhindern, dass sich die Situation weiter verschlimmert, wirkt nichts segensreicher als ein ganz unideologisches Zudrehen des Geldhahns für alle, die ohne Behinderung sind und dennoch von Sozialhilfe leben wollen.“ siehe auch




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