Tag-Archiv für 'interview'

Hintergrundgespräch: Arbeitnehmer und Studierende – gemeinsame Bündnispartner für eine fortschrittliche Wirtschafts- und Bildungspolitik?

Über die Möglichkeit politischer Bündnisse von Studierenden mit Gewerkschaften und Arbeitnehmern führten Peter Mai (DGB-Vorsitzender Münster) und Tobias Fabinger (AStA-Referent für finanziell und kulturell benachteiligte Studierende) ein Gespräch, welches wir hier wiedergeben. Auch die sozialen Mileus der Parteien sowie Grundsatzfragen des Bildungssystems werden angesprochen.

Tobias Fabinger:
Wir wollen heute über gemeinsame politische Aktionen und gemeinsame Interessen von Studierenden und Arbeitnehmern sprechen. Zunächst zu Deiner politischen Funktion. Peter, Du bist Kreisvorsitzender des DGB in Münster. Wir haben viele studentische Leser, die nicht so den Bezug zu Gewerkschaften haben, also ich kenne wirklich viele, die nicht mal diese Abkürzung kennen. Daher sei hier nochmal kurz erklärt, dass DGB Deutscher Gewerkschaftsbund bedeutet. Der DGB ist der Dachverband der Einzelgewerkschaften mit insgesamt etwa 6,3 Millionen Mitgliedern. Nun gibt es den DGB auch auf Kreisebene. Also wie habe ich mir so einen Kreisverband vorzustellen? (mehr…)

Intersektionalität: Interview mit Gabriele Winker und Nina Degele

Andreas Kemper hat mit Gabriele Winker und Nina Degele, den beiden Autorinnen des Buches „Intersektionalität. Zur Analyse sozialer Ungleichheiten“ im April 2010 per E-Mail folgendes Interview geführt

Zunächst: Ich habe mich sehr über Ihr Buch gefreut. Der Aufbau schafft es, sowohl die Ebenen als auch die verschiedenen Formen von Unterdrückung und Diskriminierung in eine Matrix logisch zusammen zu bringen. Wie entstand die Idee zu diesem Buch?

Zunächst freuen wir uns natürlich über Ihre Einschätzung, dass es uns mit dem Buch gelungen ist, die Verwobenheit unterschiedlicher Diskriminierungen auf drei Ebenen aufzuzeigen. Dies war exakt auch der Ausgangspunkt unserer bereits über drei Jahre andauernden Kooperation. Als feministische Soziologinnen sehen wir uns von zunehmenden sozialen Ungleichheiten, damit einhergehenden Diskriminierungen, Abwertungen entlang vielfältigster Differenzierungskategorien herausgefordert. (mehr…)

„Die unmenschliche Selektion gehört abgeschafft“

Die ehemalige Rektorin der vorbildlichen Helene-Lange-Schule in Wiesbaden im Interview mit den Stuttgarter Nachrichten :

„Wir haben in Deutschland einen so riesigen Nachholbedarf im Vergleich zu allen anderen Ländern in Europa. Vor allem brauchen wir die Gemeinschaftsschule von Klasse 1 bis 9, damit alle Kinder in ihrer ganzen Unterschiedlichkeit in Ruhe gemeinsam und voneinander lernen können. Die unmenschliche Selektion nach Klasse 4 gehört endgültig abgeschafft, nicht nur aus pädagogischen sondern auch aus ökonomischen Gründen. Das wird schwer, wie sich jetzt in Hamburg zeigt. Aber die Zeit arbeitet für uns.“

Interview mit Rainer Hufnagel-Person zur Kinderlosigkeit von Akademikerinnen

Interviewer: Andreas Kemper

I: Herr Hufnagel-Person, sie haben im März 2008 eine Studie herausgegeben, die für Schlagzeilen sorgte: „Predicting Birth-Rates Through German Micro-Census Data. A Comparison of Probit and Boolean Regression“…

R.H.: Oh, sie dürfen diese Studie nicht verwechseln mit meinem Aufsatz „Kinderwunsch und Partnerwahl in Deutschland” in der Zeitschrift „Hauswirtschaft und Wissenschaft“. Bei ersterem ging es um eine Methodendiskussion. Mit dem Aufsatz in „Hauswirtschaft und Wissenschaft“ versuchte ich auf der Grundlage meiner Untersuchungen, eine politische Diskussion anzuschieben. (mehr…)




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