Tag-Archiv für 'münster'

Kurzer Bericht über die Arbeiterkinder-VV

Am 1. März fand nach einigen terminlichen Verschiebungen die Vollversammlung der „finanziell und kulturell benachteiligten Studierenden“ statt. Die cirka vierzig Anwesenden trafen sich gegen 18 Uhr. In der inhaltichen Diskussion wurden vor allem finanzielle Probleme (BAFöG) angesprochen. Einstimmig ohne Enthaltungen wurde der Autonomie-Status des Referates im AStA gefordert. Bislang ist das Referat für finanziell und kulturell benachteiligte Studierende noch nicht in der Satzung des Studierendenparlamentes verankert, obwohl es seit inzwischen neun Jahren existiert. Hier soll nun eine Gleichstellung mit den anderen Antidiskriminierungs-Referaten erreicht werden. Zudem wurde beschlossen, dass nach mehreren Monaten die Arbeit der gewählten Referenten in einer weiteren VV evaluiert werden soll (Evaluations-Vollversammlung). Der Dishwasher soll mit bis zu 1000 Euro gefördert werden, es sollte aber zunächst der AStA gefragt werden, ob dieser das Geld zur Verfügung stellen kann.
Insgesamt stellten sich sieben Kandidaten (keine Frau) der Wahl für das neu zu besetzende Referat. Nach mehreren Wahldurchgängen wurden Johann S. (eine halbe Stelle), Richard D. und Thomas B. (je eine viertel Stelle) gewählt. Geplant ist unter anderem die Einrichtung einer eigenen Seite des Fikus-Referates.

Kritik der Bevölkerungsbiologie

Der AStA der Uni Münster führt zwei aufeinander aufbauende Veranstaltungen zur Kritik der Bevölkerungsbiologie durch.
Die Veranstaltungen beginnen um 19.30 Uhr. Die Veranstaltung am 12.12. findet im Occupy-Camp statt. Die Veranstaltung am 19.12. voraussichtlich auch, das wird kurzfristig noch bekanntgegeben. Dort ist ein nagelneus winterfestes beheiztes Zelt. Servatiiplatz, nähe Iduna-Hochhaus, an der Promenade, Paul-Wulf-Statue, nähe Bahnhof (jetzt dürfte es jede_r finden).
BevölkerungsbiologieAm 12. Dezember referiert der Journalist Michael Billig über die Rassenhygieniker an der Uni-Klinik Münster nach 1945. Eugeniker und Bevölkerungsbiologen, die an der rassenhygienischen Sterilisierungs- und Vernichtungspolitik der Nazizeit aktiv beteiligt waren, wurden nicht nur Dekane an der Uni-Klinik, sondern trugen zum Teil auch dazu bei, dass die Ideologie der Eugenik auch nach 1945 in Deutschland und weltweit Verbreitung fand.
Daran anschließend wird am 19. Dezember auf die Quellen Thilo Sarrazins eingegangen. Sarrazin selber ist ja weder Mediziner, noch Begabungsforscher, Entwicklungspsychologe, Genetiker oder Genealoge. In seinen Quellen bezieht er sich auf Wissenschaftler, die ihrerseits auf deutlich rassistische Magazine wie „Mankind Quarterly“ zurückgreifen, einem Magazin, welches vom Nazi Verschuer mitgegründet wurde, womit sich der Zusammenhang zur ersten Veranstaltung hergestellt ist.
Die Veranstaltungen finden statt im Occupy-Camp, Servattiplatz, passend unter der Paul Wulf Statue. Bei Unwetter oder Räumung der Camps werden die Veranstaltugen im S1 im Schloss stattfinden.

WCPCA-Tagung 8.-10.07. Münster

Vom 8.-10.Juli 2011 findet die 15. Tagung der Working Class / Poverty Class Academics am Institut für Soziologie in Münster statt. Weitere Infos finden sich unter http://wcpca.wordpress.com
Tagungsplakat

Arbeiterkind.de bietet Sprechstunden an der FH Münster an

Pressemitteilung der FH Münster
„Arbeiterkind.de“ fördert Arbeiterkinder
Initiative bietet ab sofort Sprechstunden an der Fachhochschule Münster an

Münster (1. Dezember 2010). Von 100 Akademikerkindern beginnen 71 beginnen nach dem Abitur ein Studium. Von 100 Arbeiterkindern gerade einmal 24, so die Ergebnisse einer Studie des Deutschen Studentenwerks. Zahlen, die sich bald ändern sollen, wenn es nach der Initiative Arbeiterkind.de geht. Der Verein setzt sich für Schüler und Studierende aus nicht-akademischen Haushalten ein. Seit Anfang November bietet der Verein regelmäßig eine offene Sprechstunde an der Fachhochschule Münster an. (mehr…)

Vorträge zur „Integrationsdebatte“ in Münster

Plakat zur IntegrationsdebatteAm Dienstag, 30.11.2010, finden Vorträge zur aktuellen „Integrationsdebatte“ statt. Mit dabei sind Spyros Marinos, Vorsitzender vom Integrationsrat der Stadt Münster, Mustafa Schat, HBZ (Schwerpunkt: Betriebe und Jugendliche mit Migrationshintergrund), und Ceren Türkmen, Soziologin (Berlin). Ceren Türkmen publiziert zu Migrationsfragen und Klassenzusammensetzung. Zuletzt erschien ein Beitrag in Hans-Günter Thien: „Klassen im Postfordismus“ (Münster 2010).

Die Veranstaltung findet statt am 30. November, 19 Uhr, in der Brücke, Wilmergasse 2, Münster. Veranstalter ist ODAK e.V.

Kostenfreier Zugang zu Forschungsliteratur

Von Andreas Kemper

Die Universitäts- und Landesbibliothek Münster (ULB) beteiligt sich mit einem Infostand aktiv an der 2. International Open Access Week vom 18. bis zum 24. Oktober 2010 im Foyer der ULB am Krummen Timpen. Ziel ist, für den freien Zugang zu Wissen und Information aus öffentlich geförderter Forschung zu werben und darüber zu informieren. Gerade für Arbeiterkinder ist der freie Zugang wichtig. Weitere Informationen finden sich hier: Miami / Open Access Woche in Münster

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Arbeiterkind.de in Münster

Von Katharina König

Arbeiterkind.de – eine bundesweite Initiative, die seit Mai 2008 SchülerInnen nicht-akademischer Herkunft zum Studium ermutigt und Studierende auf ihrem Weg zum erfolgreichen Studienabschluss unterstützt. Auch in Münster gibt es eine lokale Gruppe von ehrenamtlichen Mentorinnen und Mentoren, die persönliche Betreuung rund um das Thema ‚Studium‘ anbietet. (mehr…)

An der Uni Münster startet neues Hochschulbildungsprojekt für Arbeiterkinder

Vier Workshops für studierenden Arbeiterkinder leiten die neue Kompetenzoffensive an der Uni Münster ein. Stichwort: Ein Diversity-Programm von unten unter Einbeziehung der Dimension „soziale Herkunft“. „Das Rektorat macht nichts und bestreitet, das Lösungen an der Universität überhaupt möglich sind. Wir zeigen, dass sehr wohl Bildung und Beratung der sozialen Selektion entgegen wirken können.“ so Mitarbeiter des Workshopprogramms. (mehr…)

Studiengebühren in NRW abschaffen! – und: die sozial gerechte Universität jetzt gestalten

Studierende Arbeiterkinder der Uni Münster bieten Politikberatung an und machen Gestaltungsvorschläge

Studiengebühren abschaffen: Natürlich, dies ist die erste Forderung. Die Landtagsmehrheit in NRW dazu ist da. Den Mitarbeitern und Aktiven des autonomen AStA-Referates für finanziell und kulturell benachteiligte Studierenden (Uni Münster) ist es ein Rätsel, warum die bestehende Landtagsmehrheit aus SPD, Grünen und Linken nicht genutzt wird, um Studiengebühren abzuschaffen. Ähnlich wie in Hessen kann diese Landtagsmehrheit Studiengebühren auch abschaffen, wenn es nicht zu einer gemeinsamen Regierungsbildung kommt. Diese wäre sogar ein besonders demokratisches Signal, repräsentiert doch die Landtagsmehrheit unabhängig von der Regierung den Mehrheitswillen der Bevölkerung und in besonderer Weise den Souverän. (mehr…)

Bildungsstreik und Arbeiterkinder

Auf der Bildungsstreik-Demo, die heute (09.06) in Münster im Rahmen des bundesweiten Bildungsstreiks stattfand, äußersten sich zum ersten mal studierende Arbeiterkinder als eigene Gruppe. Das Thema Soziale Selektion ist ein Hauptthema des Bildungsstreiks und immer wieder wird eine Aufhebung der selektiv wirkenden Hürden gefordert, im Mittelpunkt steht dabei die Forderung nach Abschaffung der Studiengebühren. Allerdings haben sich diejenigen, die von den Selektionsprozessen an der Hochschule besonders betroffen sind, noch nicht als eigene erkennbare Gruppe geäußert. Zumeist bestimmen Studierende die Bildungsproteste, die mehr soziale und finanzielle Ressourcen haben. Wie alle sozialen Bewegungen ist auch der Bildungsstreik sehr mittelschichtorientiert, was keine Bewertung, sondern nur eine Feststellung ist. Die studierenden Arbeiterkinder vertrat heute der Referent für finanziell und kulturell benachteiligte Studierende des AStA der Uni Münster, Tobias Fabinger. „Wir brauchen eine Universität, an der die unterschiedlichsten Menschen studieren können, auch wenn sie aus Arbeiterfamilien kommen oder Migrationshintergrund haben“, fasste Tobias Fabinger die Zielvorstellung der Arbeiterkinder zusammen. Einmal die eigene Interessenlage herauszuarbeiten und sich beim Bildungsstreik miteinzuklinken, empfehlen wir zur Nachahmung den studierenden Arbeiterkindern auch an anderen Orten.




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