Tag-Archiv für 'migration'

UN fordert von Deutschland Studiengebühren bundesweit abzuschaffen

Von Olaf Götze

UN fordert von Deutschland Studiengebühren bundesweit abzuschaffen – Bundesregierung zögerte Bericht hinaus

UN Sozialplakat pngRegelmäßig haben die Staaten, welche den UN-Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (kurz UN-Sozialpakt) unterzeichnet haben, gegenüber einem UN-Ausschuss zu berichten. Ursprünglich sollte der Bericht Deutschlands bereits am 30.06.2006 vorgelegt werden. Der UN-Ausschuss musste die Bundesrepublik mehrmals ermahnen, den 5-Jahresbericht endlich einzureichen. Im September 2008 war es dann endlich soweit und mittlerweile ist der Bericht öffentlich, ebenso wie der Report des UN-Auschuss zur Überwachung des Sozialpaktes. (mehr…)

Argumentieren Baumert und Die Zeit wie Sarrazin?

Von Carl

Laut der Wochenzeitschrift „Die Zeit“ äußert sich Bildungsforscher Jürgen Baumert (PISA) besorgt über die aktuelle demographische Entwicklung. Der Wissenschaftler ist der Meinung, dass in wenigen Jahren in den Ballungsräumen die Mehrheit der Schüler einen Migrationshintergrund haben werde. Wenn nichts geschehe, so Baumert im ZEIT-Interview, „genügt dieser sozialstrukturelle Wandel, um die deutschen Pisa-Zugewinne zunichtezumachen“. Die Risikogruppe der schwachen Leser werde zudem anwachsen. „Sozial schwächeren Familien“ müssten schon ab der Geburt ihrer Kinder Unterstützungsmaßnahmen geboten werden, damit ihre Kinder eine Chance hätten. Gleichzeitig distanzierte sich Baumert vom Gedankengut von Sarrazin. (mehr…)

Klasseninteressen und Klassismus in der Sarrazin-Debatte

Veranstaltung vom Fikus-Referat Münster. Referent_innen: Andreas Kemper, Tobias Fabinger und Esra Onus

Klasseninteressen und Klassismus in der Sarrazin-Debatte

Gegen wen richtet sich der von Sarrazin und Anderen freigesetzte Diskurs über unproduktive Migrantenmilieus, Unterschichten und das vermeintliche Verschwinden Deutschlands? Sarrazins Argumentation naturalisiert gesellschaftliche Konflikte und richtet sich letztlich gegen die Arbeiterkinder und benachteiligten Migranten. Eine soziologische Analyse kennt Sarrazin nicht. Wir wollen der Naturalisierung nachgehen und ideologiekritisch den Biologismus und Ökonomismus der politischen Debatten befragen. (mehr…)

Das gemeingefährliche Sarrazin-Virus

Die Wut nach unten als Projektion gesellschaftlicher Missstände und persönlicher Abstiegsängste

Von Esra Ayse Onus

Ich bin eine türkischstämmige Migrantin, die in Soest in Westfalen geboren ist. Ich bin 28 Jahre alt und Kind der ArbeiterInnenklasse, des Prekariats und der Unterschicht. Die Grundschule habe ich in einem kleinen Dörfchen namens Oestinghausen besucht, in Soest bin ich mit dem über-ehrgeizigen Einsatz meiner damaligen 16jährigen Schwester auf das Gymnasium gegangen und habe anschließend mit einem glatten Zweier-Abitur an der Universität Münster angefangen, zu studieren. Besonders Glück hatte ich im Gegensatz zu den meisten gleichaltrigen türkischstämmigen Jugendlichen, weil ich eine engagierte und besorgte Schwester hatte, die sich mit ihren damals 16 Jahren energisch für mich gegen die mächtige Schulempfehlung, „Hauptschule geeignet, Realschule vielleicht geeignet, Gymnasium nicht geeignet“, durchsetzte und dafür mit semi-juristischen und emotionalen Anstrengungen sorgte, dass ich trotz aller schulrechtlichen Blockaden auf das Gymnasium kam. (mehr…)

Migrantinnen bekommen nicht mehr Kinder als Deutsche

Von Andreas Kemper

Dass in Deutschland „die Falschen“ die Kinder bekommen und daher „die Richtigen“ immer mehr Subventionen vom Staat erhalten sollten, ist nicht nur ethisch aeusserst problematisch, sondern es scheint auch empirisch falsch zu sein. Eine Studie von Hufnagel-Person konnte vor zwei Jahren bereits zeigen, dass Akademikerinnen ueberdurchschnittlich viele Kinder bekommen. Jetzt folgte eine Studie aus Rostock, die nachweist, dass auch Migrantinnen nicht ueberdurchschnittlich viele Kinder bekommen, sondern sich in ihrem Gebaerverhalten anpassen. Im Folgenden zitiere ich aus einem Bericht der Universität Rostock vom 10.08.2010 (idw): (mehr…)

Immer mehr Schulabgänge ohne Abschluss

Der morgen vorgestellte Integrationsbericht stellt die neuen Zahlen der Bildungsabschlüsse von Schülern und Schülerinnen mit Migrationshintergrund vor. Demnach würden gegenüber den Vorjahren ein Drittel mehr Migrantenkinder ihre Schulzeit ohne Abschluss beenden. 13,3 Prozent dieser Schüler_innen haben nun keinen Schulabschluss. Aber auch bei Kindern mit deutscher Herkunftsfamilie ist die Zahl ohne Schulabschlüsse um ein Drittel gestiegen von 5,4 Prozent 2005 auf 7 Prozent. (mehr…)




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