Tag-Archiv für 'nrw'

Schulze: Studienberatung muss verstärkt eingehen auf Kultur und Bildungshintergrund junger Menschen

Pressemitteilung des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW 29.07.2011 11:17

3 Mio. Euro für zusätzliche Beratungsangebote für Studieninteressierte

Das Wissenschaftsministerium fördert mit drei Millionen Euro den Ausbau der Studienberatung an den Hochschulen in Nordrhein-Westfalen. Noch bis zum 19. September können sich Hochschulen in der Trägerschaft des Landes mit einem eigenen Antrag um die Mittel bewerben. „In den nächsten Jahren wird der Bedarf an Beratungs- und Serviceangeboten für Studieninteressierte und Studierende deutlich ansteigen. Zugleich muss zukünftig Studienberatung verstärkt auf den unterschiedlichen kulturellen Hintergrund und den Bildungshintergrund junger Menschen eingehen“, sagte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze. „In Zeiten des doppelten Abiturjahrgangs und der sozialen Öffnung der Hochschulen kann gute Studienberatung wesentlich zur Orientierung bei der Studienwahl beitragen und wertvolle Hilfestellung beim Einleben in der Hochschule geben.“ (mehr…)

Schulfrieden? – Grabesruhe!

Pressemeldung von Attac Köln zum „Schulpolitischen Konsens für Nordrhein-Westfalen“

Schulfrieden? – Grabesruhe!

Quer durch die Republik, von „Welt“ bis „Süddeutsche“ jubeln die Medien über den „Schulfrieden“, der in NRW mit der Einführung der Sekundarschule nun endlich erreicht sei.

Was aber ist wirklich passiert? Als Gegenleistung für – im internationalen Vergleich gesehen – geringfügige Fortschritte in der Schulstrukturfrage hat sich die rot-grüne NRW-Regierungskoalition bereitwillig dazu hergegeben, die noch aus dem 19. Jahrhundert stammende und außerhalb Deutschlands weltweit längst überwundene Vielgliedrigkeit des Schulwesens für die nächsten 12 Jahre nicht nur beizubehalten, sondern auch noch mit Verfassungsrang abzusichern. (mehr…)

Lern nicht mit den Schmuddelkindern

Artikel von Brigitte Schumann im Freitag, 13.06.2011

Lern’ nicht mit den Schmuddelkindern
SPD und Grüne rücken vom Leitbild einer „Schule für alle“ ab. Die Bildungsreformer sollten von der Anti-Atom-Bewegung lernen

Brigitte Schumann ist Lehrerin und war von 1990 bis 2000 bildungspolitische Sprecherin der Grünen im Landtag von Nordrhein-Westfalen

Richter stoppen Gemeinschaftsschule in NRW

Der SPIEGEL berichtet , dass die als Schulexperimente eingeführten Gemeinschaftsschulen vom Verwaltungsgericht Arnsberg nicht in der vorliegenden Form genehmigt werden dürften. Hierfür bräuchte es ein verfassungskonformes formelles Gesetz. Schulministerin Löhrmann sieht dies anders und wird in Revision gehen.

„Wir machen das nicht für die Arbeiterkinder!“

Studiengebühren in NRW abgeschafft!

von Olaf Götze

Studiengebühren in Nordrhein-Westfalen sind endlich abgeschafft. Am heutigen 24. Februar 2011 beschloss der Landtag NRW mit den Stimmen von SPD, Bündnis90/Grüne und DIE LINKE einen Gesetzesentwurf zur Abschaffung von Studiengebühren zum Wintersemester 2011/12.
Für diesen politischen Wechsel hatten Studierende seit vielen Jahren gekämpft. Im Zuge einer zunehmend ökonomisch orientierten Bildungspolitik kämpften sie bereits 2002 gegen die Einführung von Langzeitstudiengebühren und 50 Euro Studienbeiträge, wobei sie letztere noch verhindern konnten. Die 2005 ins Amt gewählte CDU/FDP – Landesregierung führte dann gegen den Protest tausender Studierender das von ihnen zynischerweise betitelte Hochschulfinanzierungsgerechtigkeitsgesetz ein, mit dem die meisten Hochschulen 500 Euro Studiengebühren pro Semester erhoben. Über die vielen Jahre folgte eine Protestwelle an Studierenden der nächsten mit Demonstrationen, Unistreiks, Besetzungen, zuletzt dem Bildungsstreik gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern.

Die heutige Debatte im Landtag repräsentierte daher auch nur einen winzigen Ausschnitt aus der breiten Palette an Auseinandersetzungen und Argumenten, welche letztlich zur Abschaffung von Studiengebühren führte.

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Leistungsorientierte Mittelvergabe sozial dimensionieren

Bei einem Besuch im AStA der Uni Münster legten wir heute Svenja Schulze, Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW (SPD), folgendes Papier vor, in dem wir unter anderem fordern, dass die Mittelvergabe des Landes an die Hochschulen in NRW um so höher ausfällt, je mehr Arbeiterkinder die Hochschule absolvieren bzw. promovieren.

Leistungsorientierte Mittelvergabe
sozial dimensionieren

Die Soziale Dimension ist nicht umgesetzt

Die geforderte Umsetzung der „Sozialen Dimension“ im Bologna-Prozess findet „nicht einmal ansatzweise“ statt, kritisiert der Präsident des deutschen Studentenwerkes, Rolf Dobischat. Die Landesregierung NRW kann daran mitwirken, die Umsetzung der Sozialen Dimension im Bologna-Prozess voranzubringen.
Es arbeiten bereits verschiedene Stiftungen (Friedrich-Ebert-, Hans-Böckler-, Heinrich-Böll- und Rosa-Luxemburg-Stiftung) in Werstattgesprächen zusammen, um gezielt „Arbeiterkinder“ zu fördern.
Die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung legte in diesem Jahr eine Analyse der AG Hochschulforschung der Uni Konstanz vor, in der Tino Bargel ein „Social Mainstreaming und Monitoring“ empfiehlt. (mehr…)

Chance² Projekt der Uni Duisburg/Essen

Auszug aus der Projektbeschreibung Chance² der Univeristät Duisburg/Essen

„In Deutschland nehmen weniger Jugendliche ein Studium auf als in anderen Ländern. Gerade Kinder aus ökonomisch schwachen Verhältnissen studieren seltener als Kinder von Akademikern.
Häufig aber liegt es nicht an mangelnder Intelligenz, ob eine Schülerin oder ein Schüler das Abitur schafft und ein Studium aufnimmt, sondern an anderen Faktoren: Die Jugendlichen haben in ihrer direkten Umgebung keine Vorbilder, weder für ein Studium noch für den daraus möglichen resultierenden Beruf , trauen sich das Studium nicht zu oder sind häuslich eingebunden. (mehr…)

Studiengebühren in NRW abschaffen! – und: die sozial gerechte Universität jetzt gestalten

Studierende Arbeiterkinder der Uni Münster bieten Politikberatung an und machen Gestaltungsvorschläge

Studiengebühren abschaffen: Natürlich, dies ist die erste Forderung. Die Landtagsmehrheit in NRW dazu ist da. Den Mitarbeitern und Aktiven des autonomen AStA-Referates für finanziell und kulturell benachteiligte Studierenden (Uni Münster) ist es ein Rätsel, warum die bestehende Landtagsmehrheit aus SPD, Grünen und Linken nicht genutzt wird, um Studiengebühren abzuschaffen. Ähnlich wie in Hessen kann diese Landtagsmehrheit Studiengebühren auch abschaffen, wenn es nicht zu einer gemeinsamen Regierungsbildung kommt. Diese wäre sogar ein besonders demokratisches Signal, repräsentiert doch die Landtagsmehrheit unabhängig von der Regierung den Mehrheitswillen der Bevölkerung und in besonderer Weise den Souverän. (mehr…)

Immer mehr Eltern melden ihr Kind an einer Gesamtschule an

Presseerklärung des Landeselternrats der Gesamtschulen NW e.V. (LER), Düsseldorf, 26.02.2010:

Längeres gemeinsames Lernen im Trend – Neue Anmeldezahlen und die Fragwürdigkeit der Schulformempfehlungen

Im Jahr 2010 wurden 25,0 % der Viertklässler an eine Gesamtschule angemeldet. Seit dem Jahr 2000 ist die Quote von damals 19,8 % um mehr als ein Viertel gestiegen. (mehr…)

Aufhebung der Grundschulbezirke fördert Selektion


Sie trieben ihn in eine Schule in der Oberstadt,
kämmten ihm die Haare und die krause Sprache glatt.
Lernte Rumpf und Wörter beugen.

Nachdem in Münster die Einzugsgebiete der Grundschulen aufgelöst worden sind, haben sich die stadtteilspezifischen Anmeldungen verändert. Die soziale Selektion nimmt zu. (mehr…)

Grundschulleiterinnen und Grundschulleiter für längeres gemeinsames Lernen

In Nordrhein-Westfalen haben inzwischen über 450 Grundschulleiter_innen einen Aufruf für längere Grundschulzeit unterschrieben. Sie fordern die Verlängerung der Grundschulzeit von vier auf sechs Jahre. (mehr…)




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