Tag-Archiv für 'stadt-land'

Erfahrungsbericht: „Die Bauernstimme“ oder „Schulden macht man nicht“

von Bernd Hüttner

Die Rüben- und Kartoffelernte war zu meiner Kindheit ein gesellschaftliches Ereignis, denn eine große Gruppe von Menschen ist daran beteiligt, die Oma, Nachbarinnen und deren Kinder arbeiteten gemeinsam auf dem Acker. Die Kartoffeln werden nach Größe sortiert, immer wieder werden die Körbe weiter vorgerückt, das trockene Kraut vom Opa auf dem Feld verbrannt, was diesen beißenden, nebligen Qualm erzeugt. Abends, wenn es schon ziemlich kalt und auch schon fast dunkel ist, fährt man auf dem Wagen nach Hause. Nach dem Vesper werden die Kartoffeln oder die Rüben noch von uns Kindern im Licht der einzigen Glühbirne des Kellers abgeladen, während die Erwachsenen im Stall sind.
Regelmäßig wurde geschlachtet. Das Schwein wird in einem Holzbottich enthaart und abgeschabt, dann wird es am Frontlader aufgehängt und zerteilt. Die Augen kullern über den Hof. Dann stank die ganze Küche Tage lang nach Fett. Ekelhaft.
Die ganze Familie ist beim Heu machen. Es ist drückend heiß und die “Bremsen” sind groß. Welche Geräte oder Maschinen wir dabei haben, weiß ich leider nicht mehr, (mehr…)




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