Tag-Archiv für 'vererbung'

Subroutine Todesdrohung

Sarrazins Bestseller „Deutschland schafft sich ab“ basiert auf dem Erbintelligenz-Paradigma, dem zu Folge sich Intelligenz gruppenspezifisch vererbt. Ob es so etwas wie eine allgemeine Intelligenz überhaupt gibt, ist umstritten. Noch umstrittener sind daher die Annahmen, dass sich allgemeine Intelligenz vererbt, ja sogar gruppenspezifisch vererbt, und das ganze auch noch messbar sei. Aber selbst wenn das alles richtig wäre, hätten wir Laborsitutaionen vor uns und nicht die Wirklichkeit, die Alltagsrealität. Es ist vor allem unsere Gesellschaft, die über unser Denkpotential entscheidet. Herrschaft und Unterdrückung behindern Denkprozesse und zwar auf verschiednen Ebenen. (mehr…)

Familienerbe abschaffen: „Familienerbe ist mehr Last als Lust“

Enoch von und zu Guttenberg äußert sich in einem Cicero-Interview ganz in unserem Sinne: Familienerbschaften sind mehr eine Last als eine Lust. Wir sollten uns mehr auf das Neue Testament rückbesinnen: „Generell sollten wir uns alle wieder auf den Wertekanon des Neuen Testaments besinnen, immerhin eine der Grundlagen des christlichen Europas. Da stehen einige wichtige Dinge zum Thema Selbstgerechtigkeit und Nächstenliebe drin“ Jährlich werden 330 Mrd Euro privat vererbt. Profiteure dieser Erbschaften sind die Verwandten von Menschen mit Vermögen. Die Vermögen sind allerdings höchst ungleich verteilt. Diese Erbschaften führen dazu, dass die Reichen reicher und die Armen ärmer werden. Die Armen werden nichts dagegen haben, Erbschaften zu vergesellschaften, und für die Reichen sind diese Erbschaften nur eine Last. Worauf also wartet der Gesetzgeber? Abschaffen! Niemand will Erbschaften. Bevor also das Geld futsch ist, sollte es lieber für sinnvolle Projekte verwendet werden. Z.B. hier: Verein zum Abbau von Bildungsbarrieren e.V.

Gibt es eine Eugenik-Debatte?

Von Andreas Kemper

Mit dem Buch „Deutschland schafft sich ab“ wurde von BILD-Zeitung und SPIEGEL erstmals seit langem ein Eugenik-Buch zum Bestseller gepusht.
Sarrazin hatte sich vor seinem Lettre-Interview bereits mit klassistischen Äußerungen hervorgetan. Ab Oktober 2009, mit dem Interview mit dem Magazin „Lettre International“, vertrat er erstmals in aller Deutlichkeit eugenische Thesen. Allerdings nicht explizit. In der ganzen Debatte wurde bisher von den Eugenik-Vertretern der Begriff Eugenik vermieden. Warum? Und ändert sich das gerade? Zunächst gehe ich auf die aktuelle Eugenik-Diskussion ein (mehr…)

„Professoren und ihre Brut“

Nein, keine Angst, ich werde jetzt nicht ausfällig. Der Titel steht bewusst in Anführungszeichen, weil es sich um einen Artikel von Prof. Thomas Hoeren handelt. Er, selber ein Arbeitersohn, beobachtet seit Jahren, wie sich der Nachwuchs seiner Kollegen entwickelt, die schlussendlich doch (trotz von allen Seiten anders beschworener Absichten) studieren und zwar das gleiche Fach an der selben Hochschule wie ihr Vater… Thomas Hoeren: Professoren und ihre Brut. Meiner darf auch Postbote werden




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