Tag-Archiv für 'westerwelle'

Dekadent: Arbeiterkinder-Schmaus

Dekadenter Arbeiterkinderschmaus
Einmal monatlich lädt das Referat für studierende Arbeiterkinder der Studierendenvertretung der Uni Münster ein zum Stammtisch. Neben einem inhaltlichen und kulinarischen Input besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen, zu diskutieren und sich kennen zu lernen. Am Dienstag, den 02.03. wird die These Westerwelles diskutiert, dass „Schulen für alle“ dekadent seien. Das Treffen findet ab 19.00 in der Frauenstraße 24, Münster, statt.

„Dekadenz“ erweitert die aktuelle Sozialeugenik-Debatte

Zur Dekadenz der Einheitsschule

Westerwelle wurde für die Verwendung des Wortpaares „spätrömische Dekadenz“ im Zusammenhang mit der Debatte um ALG-II-Bezüge scharf verurteilt.

Er zog daraufhin jedoch nicht den Gebrauch der Wortes „Dekadenz“ zurück. Vielmehr präzisierte er dessen Verwendung in einem Interview mit dem Deutschlandfunk. Bereits im Artikel für die Welt-Online bezog Westerwelle „Dekadenz“ nicht nur auf ALG-II-Bezüge, sondern auch auf die Bildungspolitik:

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Aufgeschnappt

Gudio Westerwelle verdeutlicht seinen „Dekadenz-Vorwurf“, es geht ihm um die Gymnasiumsplätze: Guido Westerwelle im Gespräch mit Sabine Adler, 14.02.2010
„… für mich ist die beste Sozialpolitik immer noch die Bildungspolitik, und da haben wir in Deutschland mittlerweile geradezu dekadente Erscheinungen. Dass hier in Berlin demnächst die Gymnasiumsplätze nicht mehr nach Noten oder nach Leistung oder nach Bewertung vergeben werden sollen, sondern zu fast einem Drittel, wenn Mangel da ist, per Losverfahren, ist ein himmelschreiender Skandal gegen die junge Generation. Und wenn ich mir die Einheitsschule in Hamburg ansehe, wenn ich mir ansehe, dass die Eltern nicht mehr die Schulform wählen können, nicht mehr wählen sollen die Schulform für ihre Kinder, dann ist das ein Skandal. Wenn man die Kinder so schlecht behandelt, wenn man Losverfahren einführt für Schulplätze, dann sind das Erscheinungen, die man nur noch als dekadent bezeichnen kann.“

Aufgeschnappt

Guido Westerwelle über Einheitsschulen als Zeichen spätrömischer Dekadenz, Welt-Online 11.02.2010
„Wer dem Volk anstrengungslosen Wohlstand verspricht, lädt zu spätrömischer Dekadenz ein. An einem solchen Denken kann Deutschland scheitern. In vielen aufstrebenden Gesellschaften andernorts auf der Welt wird hart gearbeitet, damit die Kinder es einmal besser haben. Bei uns dagegen wird Leistung schon im Bildungssystem gering geschätzt: Wir debattieren Einheitsschulen und das Ende der Notengebung.“




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